Allgemein
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12.9.2026

MILANO KOMMT. DIE PUNKTE BLEIBEN HIER.

Die Haie starten gegen den Milano Hockey Club in die neue Saison. Unser erster Gegner existiert offiziell erst seit wenigen Monaten und bringt trotzdem mehr als 100 Jahre Mailänder Eishockeygeschichte mit.

Am Freitag, den 18. September, beginnt die neue Saison und der Spielplan beschert uns zum Auftakt einen Gegner, bei dem es einiges zu erzählen gibt. Der Milano Hockey Club bestreitet in der TIWAG Arena das erste Meisterschaftsspiel seiner noch jungen Vereinsgeschichte. Eishockey in Mailand hat allerdings Tradition. Inter, AC Milan, Jari Kurri, einige alte Bekannte aus unserer Liga und reichlich NHL-Erfahrung spielen darin eine Rolle. Eine große Geschichte also. Am 18. September geht es trotzdem nur um eines: drei Punkte. Und die wollen wir in Innsbruck behalten.

Ganz unbekannt ist den Mailändern Innsbruck nicht. Bereits im August war Milano hier zu Gast und absolvierte ausgerechnet in der TIWAG Arena sein erstes Trainingscamp. Vom 18. bis 20. August stand die neu zusammengestellte Mannschaft erstmals gemeinsam auf dem Eis, Headcoach Doug Shedden begann hier mit der Arbeit an seinem neuen Team, anschließend ging es zum ersten Testspiel nach Ritten.

VON INTER UND AC MILAN BIS JARI KURRI

Der heutige Milano Hockey Club wurde erst im April gegründet. Die Eishockeygeschichte der Stadt reicht dagegen mehr als 100 Jahre zurück und hat einige ziemlich kuriose Kapitel hervorgebracht. Mailänder Mannschaften gewannen insgesamt 32 italienische Meisterschaften. 1950 wurde der damalige HC Milano Teil von Inter und gewann als HC Milano Inter vier Meisterschaften sowie zweimal den Spengler Cup. Anfang der Neunziger mischte schließlich auch die andere Hälfte der Fußballstadt mit. Die von Silvio Berlusconis Sportimperium unterstützten Devils Milano dominierten das italienische Eishockey, traten zeitweise sogar unter dem Namen AC Milan an und hatten mit Jari Kurri einen fünffachen Stanley-Cup-Sieger im Kader. Auch Innsbruck taucht in dieser Geschichte auf. 1991/92 spielten Milano Saima und der EV Innsbruck gemeinsam in der Alpenliga. Und wer Ende der Achtziger Innsbrucker Eishockey verfolgt hat, kennt Kevin LaVallée: In drei Saisonen erzielte der Kanadier für Innsbruck 249 Punkte und wurde 1989 österreichischer Meister. Danach wechselte er nach Mailand, erzielte für Milano Saima in seiner ersten Saison 83 Punkte in 36 Spielen und holte 1991 auch den italienischen Titel. Viel Vergangenheit für einen Club, der offiziell erst ein paar Monate alt ist.

ALTE BEKANNTE IN NEUEN FARBEN

Eine komplette Wundertüte ist Milano für die Haie trotzdem nicht. Der neue Club hat seinen Kader nicht nur mit großen Namen, sondern auch mit reichlich Erfahrung aus unserer Liga zusammengestellt. Im Tor steht mit Jacob Smith ein alter Bekannter aus Bozen und Pustertal. Vor ihm räumt Scott Valentine auf, der vier Jahre lang zu den prägenden Verteidigern des HC Bozen gehörte. Mikael Frycklund kennt die TIWAG Arena ebenfalls bestens. Drei Saisonen lief der Schwede für den HC Pustertal auf und erreichte mit den Wölfen zuletzt sogar das ICEHL-Finale. Mit Nick Saracino kommt ein weiterer ehemaliger Pustertaler nach Innsbruck, der zuvor bereits für Asiago in unserer Liga spielte. Auch Gregorio Gios kennt die ICEHL aus seiner Zeit in Asiago.

251 NHL-SPIELE? SCHÖN FÜR EUCH.

Und dann wären da noch jene Namen, mit denen Milano im Sommer für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Greg McKegg bringt 251 NHL-Spiele mit. Michael Dal Colle wurde 2014 von den New York Islanders an fünfter Stelle im NHL-Draft gezogen, Wade Allison hat ebenfalls in der besten Liga der Welt gespielt. Dazu kommen Nick Caamano, Blake McLaughlin, Dante Hannoun oder Lucas Chiodo. Auch hinter der Bande steht ein Mann, den die ICEHL bereits kennt. Doug Shedden coachte zuletzt den HC Bozen und bringt neben seiner langen Trainerkarriere selbst mehr als 400 NHL-Spiele als Aktiver mit. Die Testspiele zeigen jedenfalls, dass der neue Gegner ernst zu nehmen ist. Milano hat unter anderem Ritten, die Vienna Capitals, Asiago oder den HC Sierre geschlagen und wird mit großen Ambitionen in seine erste ICEHL-Saison gehen.

Aber: Am 18. September beginnt die Tabelle bei null. NHL-Spiele, Draftpositionen und große Namen stehen dann weiterhin im Lebenslauf, auf der Anzeigetafel bringen sie jedoch keinen Vorsprung.

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