Wir sind fast wie eine Familie

Eine Verletzung hat den Run von Nico Feldner zuletzt gestoppt. Der Tiroler musste deshalb auch beim Nationalteam absagen. Wir haben vergangene Woche unsere #74 getroffen und zum Interview gebeten. 

Nico, wie gefällt es dir wieder zu Hause?

Extrem gut natürlich! Es passt, vor Allem wieder mit meinen früheren Kollegen aus dem Nachwuchs jetzt auf diesem Level zu spielen ist unglaublich. Wir haben Riesenspaß und pushen uns gegenseitig, was uns alle besser macht.

Waren die Freunde und Kollegen auch ein Grund für deine Rückkehr?

Mit Sicherheit! Schon bei meinem ersten Kontakt mit Innsbruck war das im Hinterkopf. Spaß und Umfeld sind ja auch im Profisport extrem wichtig.

Du hast bisher die beste Saison deiner Karriere, warum?

Es kommt immer darauf an, welche Rolle du im Team hast. Ich habe hier viel mehr Verantwortung als zum Beispiel in Salzburg, bekommen Vertrauen vom Trainerteam. Das habe ich mir erarbeitet, und versuche es natürlich zurückzugeben. Ich weiß, dass ich gute Leistungen in mir habe, muss sie nur lernen abzurufen.

Warum haben die Haie bisher so einen Lauf?

Teamgeist und harte Arbeit. Wir verstehen uns alle am und neben dem Eis unglaublich gut, sind auch privat immer wieder unterwegs, sind fast wie eine Familie. Doch wir haben für die bisherigen Erfolge auch geschuftet, die Trainings sind sehr hart. Von nix kommt nix.

Was ist diese Saison für die Haie möglich

Alles – die Liga ist so eng, bei einer Siegesserie bist du ganz schnell oben, geht’s einmal ein paar Spiele schlecht auch wieder unten. Am wichtigsten ist natürlich das Erreichen der Playoffs, dann ist alles möglich.

Was sagst du zur Stimmung in der Halle, die ja zuletzt auch Dank der zwei Fanklubs immer besser wurde?

Es ist wie eine Art Belohnung für uns Spieler. Es pusht uns, und kann vielleicht in knappen Partien den Unterschied ausmachen. Leider war ich beim letzten Match gegen die Vienna Capitals (Anm. beinahe ausverkauft) verletzt, war aber in der Halle, und es war schon besonders.

Dem Nationalteam musstest du ja leider absagen, eigentlich wärst du in Slowenien dabei gewesen. Was macht Nico Feldner abseits des Eises?

Derzeit aufgrund der Verletzung relativ wenig. Ich habe im Sommer gerne Golf gespielt, jetzt treffe mich mit Freunden oder gehe mit dem Hund raus. Aber ehrlich gesagt bleibt neben dem Eishockey wenig Zeit und Energie für andere Dinge.

Wer gibt eigentlich in der Kabine den Ton an – wer ist Kabinen DJ?

Die Aufgabe hab heuer ich bekommen. Ich nehme das sehr ernst, denn der Sound in der Kabine vor dem Spiel ist, denke ich, extrem wichtig. Es gibt mehrere Playlists, von Country bis Rap oder Charts. Vor dem Spiel gibt’s dann eigene, die während einer Win-Streak immer gleichbleiben. Das pusht uns.

Danke für das Interview!