Tapfer gekämpft – ohne Happy End!

Die Innsbrucker Haie schnupperten knapp 28 Minuten am großen Eishockeywunder, mussten sich am Ende aber dann doch deutlich mit 2:7 geschlagen geben.


Dieses Lineup hatte Seltenheitswert, war wahrscheinlich sogar geschichtsträchtig und einmalig. Mit Sacha Guimond, Caleb Herbert, Ondrej Sedivy, Tyler Spurgeon, John Lammers und Miha Zajc mussten vor dem Heimspiel gegen Fehervar gleich sechs Importspieler passen und hinterließen so schwere Lücken in der Mannschaftsaufstellung.


„Wir dürfen nicht jammern, unsere Jungs müssen heute spielen wie Männer. Wir werden füreinander kämpfen“, gab Haie-Headcoach Rob Pallin eine heroische Marschroute vor. Und seine Schützlinge folgten ihrem Trainer aufs Wort und kämpften auf dem Eis wie die Löwen. Zwar hatten die Gäste aus Ungarn mehr Spielanteile, die Hausherren erarbeiteten sich aber zunächst die besseren Torchancen. Jan Lattner, dieses Mal als Stürmer, scheiterte dreimal im ersten Abschnitt nur hauchdünn. Auch Joel Broda gab beinahe eine weitere Visitenkarte ab. Fehervar hatte mit der Spielanlage auch in der Fortdauer schwer zu kämpfen, die Defensive der Haie blieb mit viel Leidenschaft Herr der Lage. Das 0:0 zur ersten Pause war schon mehr als ein Teilerfolg.


Im zweiten Drittel wurde es zunächst dann schon fast kitschig schön in der TIWAG-Arena. Durch einen Doppelschlag von Jan Lattner und Michael Boivin stellten die Haie sensationell auf 2:0. Es roch kurz nach einer ganz großen Überraschung, zumal die Tiroler kurz nach diesem zweiten Treffer sogar gute Chancen auf das dritte Tor verpassten. Die Ungarn gaben sich aber nicht geschlagen und konterten mit dem 1:2-Anschlusstreffer von Sarauer. Damit kippte die Partie dann völlig überraschend und auch Glücksgöttin Fortuna stand den Gästen zweimal tatkräftig zur Seite. Binnen zwei Minuten drehte Fehervar die Partie und stellte auf 4:2. Völlig unverdient in dieser Phase, aber die junge Haie-Mannschaft zahlte nun bitteres Lehrgeld. In der 33. Minute legte Koger im Powerplay dann noch das 5:2 nach. Ganz bitter. Damit war die Vorentscheidung gefallen, nach 40 Minuten sahen sich die Tiroler mit einem Drei-Tore-Rückstand konfrontiert.
Im Schlussdrittel konnten die Gastgeber dann nicht mehr zulegen, Fehervar kontrollierte mit der Führung im Rücken die Partie. Tikkanan machte dann das halbe Dutzend voll und stellte auf 6:2. Damit hatte Stammgoalie Scott Darling genug, Rene Huber feierte sein Debüt vor eigenem Publikum. Der Youngster machte in der Folge seine Sache gut, den Treffer zum 2:7-Endstand konnte aber auch er nicht verhindern.


Die Haie hoffen nach dieser Niederlage für die nächste Partie am Freitag auf die Rückkehr zahlreicher Stammkräfte.
HC TWK Innsbruck – Fehervar AV19 2:7 (0:0, 2:5, 0:2)

Tore: Lattner (21.), Boivin (23./pp) bzw. Sarauer (28.), Sarpatki (28.), Yogan (29.), Erdely (30.), Koger (33./pp), Tikkanen (47.), Campbell (57.).