Sensation in Wien!

Die Innsbrucker Haie verlängern erneut die Viertelfinalserie und feierten in Wien nach einer sensationellen Leistung einen knappen 2:1-Auswärtssieg.
 

„Es ist eine Ein-Spiel-Serie. Wir konzentrieren uns nur auf diese Partie in Wien.“ Haie-Headcoach Rob Pallin hatte nach dem so wichtigen Heimsieg gegen die Vienna Capitals sichtlich Blut geleckt. Auch seine Mannschaft zeigte sich vor dem fünften Duell in der Hauptstadt richtig heiß.
Die Haie starteten dann mit viel Energie in das Spiel und durften sich früh über ein erstes Powerplay freuen. Lamoureux im Tor des Meisters zeigte aber schnell seine gewohnte Klasse und hielt seinen Kasten sauber. Die Tiroler hatten dann auch die erste Großchance, Sacha Guimond scheiterte am Pfosten. Nur wenige Augenblicke später scheiterte Mitch Wahl an Lamoureux. Auf der Gegenseite wurden die Hausherren ebenfalls zwei-, dreimal gefährlich, Pollastrone Schneider und Fischer ließen ebenfalls gute Chancen aus. Die Partie war auf Augenhöhe und geprägt von vielen kleinen Provokationen – Playoff-Hockey eben. Nach 20 Minuten blieb es trotz intensiver Szenen beim 0:0. Andrew Yogan hatte in Unterzahl noch die große Möglichkeit auf die Führung doch auch er scheiterte.

Im Mittelabschnitt nahm die Partie dann weiter Fahrt auf, die Haie präsentierten sich zunächst als aktivere Mannschaft. Mitch Wahl hatte Pech und setzte die Scheibe früh an die Stange. Nur wenige Augenblicke später vergab John Lammers hauchdünn. Die Capitals antworteten aber prompt und schnürten in der Folge die Innsbrucker im eigenen Drittel ein. Doch die Haie blieben hochkonzentriert und zeigten weiter ein ausgezeichnetes Auswärtsspiel. Patrik Nechvatal im Tor erwies sich zudem erneut als starker Schlussmann und brachte Rotter und Co. ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Die Drangperiode der Hausherren nahm dann ein jähes Ende und sorgte auf Seiten der Gäste noch vor der zweiten Drittelpause für großen Jubel. Zunächst verpasste Andrew Clark noch ein Breakaway (37.), eine Minute vor Schluss war es dann aber soweit. Fabio Schramm fälschte die Scheibe mustergültig ab und sorgte für die so wichtige1:0-Führung. 20 Minuten vor dem Ende schnupperten die Haie erneut an der großen Überraschung.

Im Schlussdrittel blieben die Tiroler auf dem Gaspedal und zogen den Capitals weiter den Nerv. Benedikt Schennach hatte nach 45 Minuten die große Chance auf das 2:0, stocherte die Scheibe aber am Tor vorbei. In der 49. Minuten ereignete sich dann das Highlight der bisherigen Serie. Andrew Yogan startete den Turbo, vernaschte Caps-Verteidiger Klubertanz und schlenzte die Scheibe unhaltbar in den Winkel – 2:0. Der Auswärtssektor in Wien war ein einziges Jubelmeer. Dieser Nackenschlag saß, der Meister taumelte ganz gewaltig. Minute um Minute verstrich und die Gastgeber konnten kaum offensive Akzente setzen. Drei Minuten vor Ende der Partie wurde es dann aber doch noch einmal eng. Vause verkürzte im Powerplay. Der Sieg blieb aber in den Händen der Haie. Die Tiroler jubelten sensationell über den zweiten Erfolg in der Serie und brachten damit das Playoff noch einmal nach Innsbruck.


Vienna Capitals – HC TWK Innsbruck 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)
Tore: Vause (57./pp) bzw. Schramm (39.), Yogan (49.)

Stand in der Viertelfinalserie 3:2

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