Schlussdrittel bringt Abfuhr!

Die Innsbrucker Haie brechen im Schlussdrittel gegen Red Bull Salzburg auseinander und verlieren am Ende deutlich mit 2:8.


Trotz vier Niederlagen in Folge pilgerte der treue Anhang der Innsbrucker Haie zahlreich in die TIWAG-Arena. Dass der Tabellenführer aus Salzburg im Haifischbecken gastierte verlieh der Begegnung zusätzlich Würze und vor allem Attraktivität. Für die Tiroler ging es in dieser Partie vor allem darum, mögliche (neue) Prozesse für die Zwischenrunde zu festigen und natürlich auch um den großen Favoriten bestmöglich zu fordern.


Nach zwei Minuten war dieses Vorhaben aber mit einem ersten Dämpfer versehen, Brickley verwertete einem verdeckten Schuss zur 1:0-Führung. Die Haie zeigten sich aber nur kurz geschockt, mit viel Aufwand biss sich das Team von Headcoach Rob Pallin zurück in die Partie. Der fällige Ausgleich war dann dem Kapitän der Hausherren vorbehalten, Tyler Spurgeon brachte die Scheibe per Rebound über die Linie (10.). Im darauffolgenden Angriff nutzten die Haie die leichte Konfusion der Bullen und schnürten den vielumjubelten Doppelschlag. John Lammers bediente von hinter dem Tor den aufgerückten Verteidiger Michael Boivin – das 2:1 war aus kurzer Distanz nur mehr Formsache. Dieses Momentum nahmen die Haie dann auch in den Folgeminuten mit und boten dem Tabellenführer einen leidenschaftlichen Kampf. Die 2:1-Führung hatte aber nicht bis zur ersten Drittelpause Bestand, eine Minute vor Schluss antworteten die Gäste mit dem Ausgleich.


Auch im zweiten Drittel blieb das Tempo hoch, die Hausherren zeigten gute Offensivaktionen und brachten die Mozartstädter mit hohem Engagement immer wieder in Bedrängnis. Mehr noch, mit Fortdauer der Partie erarbeiten sich die Haie ein deutliches Chancenplus, scheiterten aber immer wieder am starken Bullen-Schlussmann J.P. Lamoureux. Joel Broda, Miha Zajc, Caleb Herbert, Jan Lattner oder Ondrej Sedivy – sie alle bissen sich mit hochkarätigen Möglichkeiten die Zähne am Gäste-Goalie aus. Auf der Gegenseite wurde es nur selten richtig brenzlig, Scott Darling im Tor der Haie konnte sich auf seine Vorderleute verlassen. Eine Spitzenmannschaft braucht aber eben auch nur wenige Tormöglichkeiten und diese Tatsache untermauerten die Mozartstädter einmal mehr eindrucksvoll. Heinrich setzte die Scheibe verdeckt in den Winkel und brachte Salzburg spät im Mitteldrittel und ein bisschen schmeichelhaft mit 3:2 in Führung.
Der Zwischenstand ließ auf ein spannendes Schlussdrittel hoffen, die Realität bescherte den Haiefans aber einen Albtraum. Zunächst musste Stammtorhüter Scott Darling verletzt vom Eis, der 17-jährige Kilian Leitner feierte dafür sein Heimdebüt. Viel zu lachen hatte der Youngster nicht, denn Salzburg hatte kein Erbarmen und netzte fünf Mal ein. Nach einem bitteren Schlussabschnitt setzte es eine deutliche 2:8-Niederlage gegen die Bullen aus Salzburg.


HC TWK Innsbruck – Red Bull Salzburg 2:8 (2:2, 0:1, 0:5)
Tore: Spurgeon (10./pp), Boivin (11.) bzw. Brickley (2., 52./pp), P. Huber (19.), Heinrich (38./pp), M. Huber (45.), Holloway (49.), Hochkofler (52.), Witting (60.).