Reaktion gefordert!

Nach dem verpatzten Saisonstart hoffen die Innsbrucker Haie in der Fremde auf erste Punkte. Am Freitag in Wien und am Samstag bei Fehervar müssen die Tiroler aber eine deutliche Leistungssteigerung an den Tag legen.


Das Kopfschütteln konnte sich Headcoach Rob Pallin nach der (unnötigen) 3:6-Niederlage gegen die Graz 99ers nicht verkneifen. Mitte der Woche gesellte sich zum Unverständnis dann auch noch Ärger hinzu, zu tief saß der Stachel nach dem „Selbstfaller“ gegen die Steirer. „So können und dürfen wir nicht auftreten. Wir haben in den ersten beiden Spielen mit 75 statt 100 Prozent Herz gespielt. Es ist für mich nicht ganz erklärbar. Fakt ist aber, dass wir das ganze schnellstmöglich ändern müssen sonst blühen uns schwere Wochen“, so der US-Amerikaner.
Dabei sah es zunächst gut aus, führten die Haie bis wenige Minuten vor Ende des zweiten Drittels mit 3:1, hatten Scheibe und Gegner nach Belieben im Griff. Ein Blackout und drei Gegentreffer später schlichen die Tiroler mit einem unerwarteten 3:4-Rückstand in die zweite Drittelpause. „Wir haben 17 Minuten in diesem Abschnitt alles im Griff gehabt um dann alles wegzuwerfen. Das tut weh, weil es schlichtweg unnötig ist“, so Pallin. Stürmer Mario Lamoureux fordert nach dem Saisonstart mit zwei Niederlagen nun eine Reaktion beim ersten „Roadtrip“ gegen die Vienna Capitals und Fehervar. Einfach werden die Aufgaben aber mit Sicherheit nicht. „Wir müssen mit viel mehr Herz und Einstellung ans Werk gehen und uns so eine Chance geben zu gewinnen. Wir haben die ersten beiden Spiele analysiert, da war leider vieles schlecht. Es liegt an uns nun die kleinen Dinge richtig zu machen“, so der bullige Stürmer.


Für Verteidiger Sacha Guimond ist in den kommenden Wochen Pause angesagt. Nach der Operation am Donnerstag gab es aber auch schon leichte Entwarnung, „nur“ rund vier Wochen muss der Kanadier aussetzen. „Sacha war unser bester Verteidiger bis dato, dieser Ausfall tut natürlich richtig weh. Jetzt hoffen wir, dass er schnell wieder fit wird. Zum Glück ist die Pause nicht noch länger“, erklärt Pallin um den Blick so auch gleich wieder auf die Aufgaben in Wien und Ungarn zu legen. „Mit uns rechnet in Wien kaum jemand. Vielleicht ist das unsere Chance. Es liegt aber viel an uns selber ob wir uns eine Möglichkeit geben zu gewinnen. Noch ist alles im Lot, gibt es keinen Grund zur Panik. Ein Erfolgserlebnis wäre aber natürlich schön und würde dem Team einen Push geben.“


Verteidiger Fabian Nußbaumer kehr nach seiner Verletzungspause wieder zurück ins Lineup.

Vienna Capitals – HC TWK Innsbruck Freitag, 19:15 Uhr

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