OH MY DARLING – Willkommen in Innsbruck!

195 Zentimer Körpergröße und ein Name ähnlich beeindruckend wie diese Gardemaße – Scott Darling ist am Mittwoch in Innsbruck wohlbehalten angekommen. Haie-Obmann Günther Hanschitz, Vorstandsmitglied Markus Bär sowie Emanuel Jahn von Renault Dosenberger nahmen den neuen Star-Goalie in Empfang.

Da stand er nun. Sichtlich erschöpft aber wohlbehalten und zufrieden – Scott Darling setzte heute gegen 10:45 Uhr seine ersten Schritte auf Tiroler Boden. Das Gefühl war ihm aber nicht neu, denn vor gut einem Jahr war der Star-Torhüter im Rahmen eines Kurzurlaubes bereits in der Tiroler Landeshauptstadt zu Gast. Der Beginn einer großen Liebe. „Diese Stadt hat es mir schon einst angetan. Kurz nach der Weltmeisterschaft habe ich mit meiner Verlobten ein paar Wochen in Europa verbracht und unter anderem auch einen kurzen Aufenthalt in Innsbruck. Die schöne Stadt und die Lebensqualität waren der Hauptgrund für meine Entscheidung hierher zu kommen“, so der Star-Torhüter im Rahmen der Ankunftspressekonferenz heute in der TIWAG-Arena. Im ausführlichen Medientermin stand der Stanley-Cup-Sieger der versammelten Presse Rede und Antwort.

 

 

Scott, wie war die Reise?

Ganz gut, aber ich bin jetzt dann schon recht müde. Ich werde jetzt die letzten organisatorischen Sachen in Angriff nehmen und dann geht es ab ins Bett.

 

Dein Wechsel hat große Wellen geschlagen, ist für einen Verein wie die Innsbrucker Haie eine große Sache. Wie hat sich dieser Transfer ergeben?

Es ist auch für mich ein spannender Schritt. Ich war in der vergangenen Saison zweimal verletzt und hatte so kaum Spielrhythmus. Nachdem ich von einem NHL-Team ausbezahlt wurde, habe ich mich in Chicago fit gehalten. In den vergangenen Wochen hatte ich dann einige Angebote aus Schweden oder auch der KHL. Aber ich wollte eine Stadt bzw. einen Verein wo ich mich wohlfühlen könnte und wo die Lebensqualität stimmt. Da ich Innsbruck schon vor einem Jahr wunderschön fand, habe ich meinen Agent gefragt ob man hier mal anklopfen könnte. Jetzt sitze ich hier und ich bin froh darüber.

 

Kennst du denn die Erste Bank Eishockeyliga bzw. was weißt du darüber?

Ich kenne einige Spieler in der Liga und weiß, dass das Niveau dementsprechend hoch ist. Ich bin nicht zum Urlaub machen hier und will etwas erreichen. Ich will Eishockey spielen und mit dem Team Erfolg haben. Ich freue mich auf das erste Mannschaftstraining am Freitag.

 

Was sind deine Ziele in Innsbruck?

Ich will meinen Teil zum Erfolg beitragen. Ich bin ein sehr bodenständiger Typ und weiß was es heißt hart zu arbeiten. Ich weiß auch wo die Mannschaft derzeit steht und dass es aber Potential gibt. Der Rückstand in der Tabelle ist nicht groß, die Saison aber noch lange. Jetzt muss ich mich schnellstmöglich an das große Eis gewöhnen und den Spielrhythmus finden.

 

Du hast in deinem Leben ja schon einiges hinter dir, inwiefern hat dich das als Mensch, aber auch als Sportler geprägt?

Ich denke diese Bodenständigkeit kommt nicht von ungefähr. Ich war schon einmal ganz unten, habe mich dann aber an den Gipfel gekämpft. Der Moment, als ich mit Chicago, meinem Lieblingsteam, meiner Stadt, den Stanley Cup holte, ist noch immer surreal. Das werde ich nie vergessen. Ich weiß aber auch, dass ich dafür sehr dankbar sein muss, denn nur wenige haben dieses Glück.

 

Wie sieht denn dein Vertrag aus? Gibt es eine Ausstiegsklausel wenn ein großes Team anklopft?

Nein, ich bleibe bis zum Ende der Saison. Ich hoffe dass wir aber noch lange spielen werden.