Haie wollen die Krönung!

Nach dem heroischen Comeback-Sieg in Dornbirn hoffen die Innsbrucker Haie auf Punkte in Salzburg. Es wäre die Krönung für die vergangenen Wochen.
 

Der Jubel kannte schier keine Grenzen. Die Cracks der Innsbrucker Haie feierten noch Minuten nach der Schlusssirene am Vorarlberger Eis mit ihren mitgereisten Fans. Und das zu recht, denn die Tiroler drehten ein verloren geglaubtes Spiel und einen 0:3-Rückstand im direkten Duell gegen die Dornbirn Bulldogs um und feierten am Ende einen dramatischen 5:4-Erfolg. „Natürlich war es ein großer Sieg für uns. Wir haben sehr viel Moral in der Mannschaft und das gibt uns zusätzliche Sicherheit. Wir haben nun gezeigt, dass wir Spiele drehen können und einfach nicht aufgeben“, zeigte sich Kapitän Tyler Spurgeon am Tag darauf zufrieden. Der Kanadier hatte auch persönlich allen Grund zur Freude, denn der Haie-Kapitän markierte mit dem Assist zum 2:3 durch Hunter Bishop seinen 200. EBEL-Scorerpunkt. „Das ist eine schöne Auszeichnung für mich, aber ich habe die ganzen Statistiken gar nicht so im Blick. Mich hat diese Zahl auch ein bisschen überrascht“, grinste Spurgeon.

Vielmehr als der persönliche Meilenstein gefällt dem Haie-Kapitän der derzeitige Blick auf die Tabelle in der Erste Bank Eishockey Liga. Nach neun Siegen in den vergangenen 13 Spielen rangieren die Innsbrucker auf Rang fünf und dürfen sich über sechs (Dornbirn) bzw. sieben Punkte Vorsprung (Zagreb) freuen. Die direkte Playoff-Qualifikation nimmt auch in diesem Jahr erste konkrete Züge an. „Wir freuen uns über diese Momentaufnahme, aber wollen dem auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Mit all den restlichen Spielen kann es ganz schnell nach unten gehen und dann schauen wir durch die Finger. Wir dürfen nicht nachlassen, wir haben bis dato noch nichts erreicht“, so Spurgeon. Und dennoch können die Tiroler nun mit ganz breiter Brust in die Mozartstadt nach Salzburg reisen.

Gegen die Bullen brennen die Innsbrucker auf den vierten Sieg in Folge, Punkte wären die Krönung für tolle Leistungen rund um die Weihnachtszeit. „Salzburg hat offensichtlich eine tolle Mannschaft und viel Talent in ihren Reihen. Aber wir sind vollgepumpt mit Selbstvertrauen, müssen uns aber natürlich zum Dornbirn-Spiel deutlich steigern. Solche Fehler wie in Vorarlberg müssen wir schnell abstellen, sonst haben wir in Salzburg keine Chance.“

Weiterhin fehlen wird den Tirolern Benedikt Schennach (krank). Der Einsatz von Stürmer Morten Poulsen ist fraglich.

 

Red Bull Salzburg – HC TWK Innsbruck Freitag, 19:15 Uhr

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