Haie verlieren erneut Overtime-Drama!

Die Innsbrucker Haie müssen sich in Wien nach einem weiteren Overtime-Fight geschlagen geben. Nach dem 3:4 in Wien und einem 0:3-Serienrückstand stehen die Tiroler mit dem Rücken zur Wand.
 

„Wir geben sicher nicht auf. Wir haben gesehen, dass wir die Capitals fordern können.“ Haie-Kapitän Tyler Spurgeon zeigte vor dem dritten Viertelfinalduell gegen den amtierenden Meister noch einmal vollen Kampfgeist. Der 0:2-Serienrückstand und die dramatische Overtime-Niederlage vom Sonntag schoben die Tiroler in der Hauptstadt somit bei Seite.
Den besseren Start in die Partie erwischten dann auch die Gäste, Tyler Spurgeon verzog mit dem ersten Angriff nur hauchdünn. In der Folge übernahmen aber die Capitals das Kommando und drückten nun auf den ersten Treffer. Patrik Nechvatal und die Haie-Abwehr blieben aber konzentriert und überstanden die Anfangsphase unbeschadet. In der 13. Minute jubelten dennoch die Hausherren über das 1:0 duch Ex-Hai Andreas Nödl. Das Momentum der Wiener wurde aber jäh unterbrochen, denn ein Scheibenbruch machte eine knapp 20-minütige Pause nötig. Und dieses Break sollte den Tirolern gut tun, denn in der 19. Minute stürmte Andrew Yogan auf und davon und besorgte den Ausgleich zum 1:1 – Durchatmen.

Nachdem die Pause auf Grund der Unterbrechung ein paar Minuten zuvor „ausfiel“, ging es prompt in den Mittelabschnitt. Und die Haie nahmen das Selbstvertrauen mit und erhöhten in Person von Andrew Clark in der 23. Minute auf 2:1. Spätestens jetzt war die Partie mehr als ausgeglichen, Tyler Spurgeon und Co. erarbeiteten sich nun einige tolle Chancen auf das 3:1. Aber auch auf der Gegenseite hatten die Hauptstädter einige tolle Möglichkeiten auf den Ausgleich. In der 34. Minute hatten die Haie den Jubel bereits ein drittes Mal auf den Lippen, aber Sacha Guimond scheiterte an der Stange. Und so ereilte das Team von Coach Rob Pallin kurz vor dem Drittelende die kalte Dusche. In eigener Überzahl schloss Klubertanz einen Konter für die Wiener erfolgreich ab und stellte auf 2:2. Sehr bitter.

Das Schlussdrittel war dann an Spannung kaum mehr zu überbieten. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und zeigten den Fans tolles und leidenschaftliches Eishockey. In der 51. Minute schienen die Haie dann auf der Siegerstraße, Mitch Wahl setzte die Scheibe in Überzahl in die Maschen. Neun Minuten fehlten auf den ersten Playoff-Sieg. Die Freude währte aber nur wenige Augenblicke, denn McKiernan sorgte von der blauen Linie für den Ausgleich und die schnelle Antwort. In der Folge waren es dann die Hausherren die auf den nächsten Treffer drückten, doch die Haie retteten sich mit viel Einsatz und einem starken Nechvatal in die Overtime. Der Tscheche rettete zuvor gegen Rotte und Schneider in allerletzter Sekunde.

Wieder Verlängerung, zum zweiten Mal binnen zwei Tagen mussten die Capitals und die Tiroler nachsitzen. Und es sollte auch dieses Mal wie verhext sein, nach vier Minuten in der Overtime jubelten die Hausherren über den dritten Sieg. Andreas Nödl sorgte für das Ende in diesem Spiel und stellte auf 3:0 in der Serie für den Meister.
Damit stehen die Haie am Freitag mit dem Rücken zur Wand und müssen gewinnen um die Playoff-Zeit noch einmal zu verlängern.


Vienna Capitals – HC TWK Innsbruck 4:3 n.V. (1:1, 1:1, 1:1, 1:0)
Tore: Nödl (13., 64.), Klubertanz (40./sh), McKiernan (51.) bzw. Yogan (19.), Clark (23.), Wahl (51./pp).

Stand in der Viertelfinalserie 3:0

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