Haie vergeben zu viele Chancen!

Die Innsbrucker Haie mussten sich zum Auftakt trotz einer Chancenlawine mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben.


Endlich wieder Eiszeit. Gut 2.300 Zuschauer pilgerten zum großen Saisonauftakt der Innsbrucker Haie in die TIWAG-Arena und wollten ihr Team zu einem erfolgreichen Start peitschen – ein standesgemäßer Rahmen für ein brisantes Westderby war allemal gegeben.
Die Tiroler demonstrierten dann mit dem ersten Bully ihr Vorhaben. Mit Nachdruck schnürte das Team von Rob Pallin zu Beginn die Bulldogs ein, ließ den Gästen kaum Luft zu atmen. Lammers (3.), Zajic (4., Stange), Thörnberg (10.), Lattner (13., Stange) – die Haie machten ordentlich Betrieb, belohnten sich aber nicht für einen sehr ambitionierten Start. Dornbirn löste sich erst allmählich aus der Umklammerung, suchte das Heil in schnellen Gegenstößen. Und einer dieser wenigen Konter saß: Eine 2 auf 1-Situation fand über Umwege den Weg in den Kasten der Haie – 0:1 (8.). Es war ein Nackenschlag der aber nur kurz Wirkung zeigte, denn die Tiroler blieben spielbestimmend, scheiterten aber wiederholt am starken Schlussmann der Gäste. Tyler Spurgeon und Joel Broda ließen kurz vor dem Drittelende abermals Topchancen aus.


Im Mittelabschnitt brauchten die Tiroler knapp zwei Minuten ehe sie wieder vorstellig wurden. Zum dritten Mal verhinderte Metall nach einem Schuss von Guimond einen Treffer der Innsbrucker. Nur eine Minute später ließ Ondrej Sedivy einen Penaltyversuch ungenützt, es war zum Haareraufen. Die Gastgeber blieben auch in der Folge nicht konsequent genug, vergaben Chance um Chance. Doch auch die Gäste hatten in diesem Drittel einige gute Offensivmomente, C.J. Motte rettete dabei aber dreimal mit all seinem Können. So blieb es auch nach 40 Minuten beim knappen 0:1-Rückstand.


In der 43. Minute war es dann soweit, Jubel brandete auf. Caleb Herbert markierte im Powerplay den vermeintlichen 1:1-Ausgleich. Doch die Freude währte nur ein paar Minuten, denn nach einem langen Videostudium wurde der Treffer nicht gegeben. Nur eine Minute später verpasste Jesper Thörnberg das leere Tor, der Ausgleich wäre längst verdient gewesen. In der 53. Minute war es dann aber endgültig amtlich. Joel Broda schlenzte die Scheibe im Powerplay ins Netz. Nach der Pattstellung wogte die Partie hin und her, eine Entscheidung nach 60 Minuten blieb trotz toller Haie-Chancen aus.


In der Overtime blieb es beim ähnlichen Bild. Die Haie drückten, Rinne im Tor der Gäste hexte. Und es passte zum Spielverlauf, dass Romig einen weiteren Konter zum 2.1 für die Vorarlberger abschloss.

HC TWK Innsbruck – EC Dornbirn 1:2 n.V. (0:1, 0:0, 1:0, 0:1)
Tore: Broda (53./pp) bzw. Tamminen (8.), Romig (64.).