Haie mit viel Pech!

Die Innsbrucker Haie müssen sich trotz guter Leistung mit nur einem Punkt in Dornbirn zufrieden geben. In einem Shootout-Krimi avancierte O’Donnell zum Matchwinner für die Bulldogs.


„Unser Playoff beginnt jetzt.“ Haie-Kapitän Tyler Spurgeon ließ vor dem Auftakt in die Zwischenrunde keine Zweifel an der Einstellung bei den Innsbrucker Haien aufkommen. Nur mit Leidenschaft, Einsatz und Spielwitz würden die Tiroler schließlich den so wichtigen Auftakterfolg in Dornbirn realisieren können.


Der Start in die Partie verlief dann aber denkbar schlecht, Häußle brauchte die Vorarlberger mit der ersten Chance in Führung. Der Schock über den Gegentreffer war den Innsbruckern dann in den folgenden Minuten anzusehen, die Gastgeber diktierten das Spielgeschehen, scheiterten zweimal nur hauchdünn. Es dauerte einige Minuten bis die Haie sich vom Anfangsdruck lösen und selbst offensiv Akzente setzen konnten. Im ersten Powerplay klopften die Tiroler zwei-, dreimal am Ausgleich an, doch ein erstes Erfolgserlebnis blieb dem Team von Coach Rob Pallin vorerst noch verwehrt. Auf der Gegenseite hatten die Haie dann auch Glück, ein Konter über Magnan fand keinen Niederschlag am Scoreboard. Die Partie war nun aber ausgeglichen, trotz guter Chancen blieb es jedoch nach 20 Minuten beim knappen Rückstand für die Gäste.


Nachdem DEC-Stammtorhüter Rinne verletzt in der Kabine blieb, sollte den Haien zudem ein idealer Start in den zweiten Abschnitt gelingen. Andrew Clark sorgte für den frühen Ausgleich. Die Freude der Gäste währte aber nur kurz, denn Dornbirn hatte im Gegenzug die passende Antwort parat (23.). Doch in diesem zwischenzeitlichen Schlagabtausch fühlten sich auch die Tiroler pudelwohl und standen den Vorarlbergern um nichts nach. Ondrej Sedivy stellte nur 22 Sekunden später auf 2:2. Die Partie war nun rassig, wild und spektakulär, beide Teams suchten das Heil in der Offensive. Während die Haie aber weitere gute Möglichkeiten liegen ließen, durften die Hausherren in der 31. Minute über die dritte Führung an diesem Abend jubeln. Die Bulldogs hatten in diesem Mittelabschnitt eine höhere Effizienz, wenngleich die Tiroler in der Abwehr nicht immer sattelfest agierten. In der 36. Minute roch es dann erneut nach dem Ausgleich, doch die Scheibe wurde von einem Dornbirn-Spieler auf der Linie geklärt. So blieb es nach 40 Minuten bei der knappen Führung der Gastgeber.


Das erste Ausrufezeichen im Schlussdrittel war dann erneut den Tirolern vorbehalten, Mario Lamoureux jubelte nach einer schönen Einzelaktion über den abermaligen Ausgleich. Die Haie blieben auch in der Folge weiter am Drücker, die Partie drohte nun endgültig zu kippen. Tyler Spurgeon und Co. erspielten sich ein immer größeres Übergewicht, die Vorarlberger gerieten nun unter Druck. John Lammers und Andrew Clark blieben mit guten Chancen aber glücklos. Die beste Möglichkeit setzte Andrew Yogan an die Latte (54.). Brenzlig wurde es aber auch auf der Gegenseite, auch hier rettete knapp vor dem Ende Metall für die Innsbrucker. Es sollte das letzte Highlight in der regulären Spielzeit sein, die Partie ging in die Overtime.


Auch in der Verlängerung waren die Tiroler spielbestimmend, ein entscheidender Treffer blieb aber aus. Im Shootout erreichte die Spannung dann ihren Höhepunkt, Tore von Andrew Yogan, Tyler Spurgeon und Tomas Netik sollten für die Haie nicht reichen. O’Donnell sicherte den Bulldogs mit drei Treffern im Alleingang den zweiten Extrapunkt.


EC Dornbirn – HC TWK Innsbruck 4:3 n.P. (1:0, 2:2, 0:1, 0:0, 1:0)
Tore: Häußle (2.), Macierzynski (23.), Picard (31.), O’Donnell (entsch. Penalty) bzw. Clark (22.), Sedivy (23.), Lamoureux (43.).