Haie entscheiden irres Match für sich!

Die Innsbrucker Haie bleiben weiter die „Nachsitzer“ der Erste Bank Eishockeyliga und gehen in Graz zum sechsten Mal in dieser Saison in die Verlängerung. Mit dem 6:5-Erfolg nach Penaltyschießen behalten die Tiroler nun jedoch zum dritten Mal en suite die Oberhand.


„Comeback-Kids“ nannte Haie-Headcoach Rob Pallin seine Jungs nach dem Sieg in Graz. Und das auch zurecht, denn zum wiederholten Male zeigten die Tiroler in der Fremde beeindruckende Moral und drehten dieses Mal in Graz einen 1:4-Rückstand in einen Sieg um. Bereits zum sechsten Mal mussten die Haie in dieser Saison nachsitzen, belohnten sich aber für eine sensationelle Moral und hohen Arbeitseinsatz.


Dabei agierte das Team von Coach Pallin zunächst lange Zeit unglücklich, musste früh einem Rückstand nachlaufen. Stürmer Caleb Herbert stellte aber nur wenige Minuten später auf 1:1 und belohnte schnell einen couragierten Auftritt der Gäste in Graz. In der Folge hatten die Haie zwei ganz dicke Möglichkeiten auf die 2:1-Führung, doch Ondrej Sedivy und John Lammers verpassten knapp. Besser machten es die Hausherren in Person von Auslin, der Graz erneut in Führung brachte (16.). Mit dem nicht unverdienten 2:1 ging es dann auch in die erste Pause.


Im Mittelabschnitt änderte sich dann nicht viel am Spielgeschehen, Graz blieb das bessere Team, die Haie zeigten sich aber im Konter stets gefährlich. Nach Toren von King und Zusevics roch es nach 33 Minuten aber nach einer Vorentscheidung, die Tiroler haderten in dieser Phase mit dem eigenen Schicksal. Doch weit gefehlt, wie schon so oft in dieser Saison kämpften sich die Gäste zurück und durften noch im zweiten Abschnitt wieder hoffen. Luis Ludin mit seinem ersten Profi-Tor und Miha Zajc sorgten nach 40 Minuten noch einmal für Spannung.


Im Schlussdrittel wogte die Partie hin und her, John Lammers ließ in Minute 51 den fälligen Ausgleich folgen. Das Momentum schlug aber nur wenige Augenblicke später wieder um und bescherte den 99ers durch Aslin erneut eine Führung. Dieses Mal dauerte es aber nur 44 Sekunden ehe die Nummer 44 der Innsbrucker Haie einmal mehr die passende Antwort gab: Sacha Guimond setzte den Schlusspunkt zum 5:5 in einem spannenden Schlussdrittel.


Die Entscheidung fiel dann erst im Penaltyschießen durch Jesper Thörnberg. Wie vor knapp einer Woche setzte der Schwede das letzte Ausrufezeichen und sicherte sich und seinen Kollegen den so wichtigen Extrapunkt. Für die Tiroler war es der dritte Sieg in Folge.

 

Graz 99er – HC TWK Innsbruck 5:6 n.P. (2:1, 2:2, 1:2, 0:0, 0:1)
Tore: Ograjensek (4.), Aslin (16., 52.), King (28./pp), Zusevics (33.) bzw. Herbert (7.), Ludin (33.), Zajc (40.), Lammers (51.), Guimond (52.), Thörnberg (entsch. Penalty).