Haie bleiben ohne Punkt

Die Innsbrucker Haie bleiben in der Zwischenrunde weiter ohne Sieg. Gegen die Vienna Capitals setzte es eine 4:6-Niederlage.

 

„Es wird eine große Herausforderung für die ganze Mannschaft.“ Haie-Headcoach Rob Pallin wusste bereits vor dem Schlager gegen den Meister aus Wien was sein Team im Haifischbecken erwarten sollte. Und der US-Amerikaner sollte sein Gefühl schnell bestätigt sehen. Die Capitals kamen bärenstark aus der Kabine, drückten die Tiroler mit dem ersten Bully in die eigene Zone. Patrik Nechvatal im Tor der Innsbrucker hatte früh alle Hände voll zu tun. Zunächst schien es, dass die Haie die erste Angriffswelle schadlos überstehen könnten, ehe die Capitals doch noch über die Führung jubelten. Nach einem schweren Fehler verwertete der aufgerückte Klubertanz einen Bilderbuchkonter zum 1:0. Die Haie schüttelten diesen Nackenschlag aber ab und klopften ihrerseits nur wenige Augenblicke später durch Andrew Clark an. Just in die erste gute Phase der Tiroler jubelten dann aber abermals die Gäste. Im Powerplay erhöhten die Wiener auf 0:2. Gnadenlos effektiv zeigten sich die Capitals. Auf der Gegenseite ließen die Haie eben diesen Endzweck weiter vermissen. Bär (Latte), Clark und Wahl hatten den Anschlusstreffer zweimal auf der Schaufel, brachten ihr Team aber nicht auf die Anzeigetafel. Und so kam es wie es kommen musste, Rotte stellte noch vor der ersten Sirene auf 0:3.

Die Standpauke in der Drittelpause war kaum verhallt, da nahm das Schicksal weiter seinen Lauf. Nödl und Peter stellten bis Minute 27 auf 5:0 für die Wiener. Schockstarre – was nun? Die Innsbrucker wechselten, Nechvatal machte Rene Swette Platz. Die Haie versuchten in der Folge ihrerseits wieder Akzente zu setzen, endlich einen Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Und das gelang dann auch, Morten Poulsen verkürzte auf 1:5. Die Haie blieben nun am Drücker, Wien versuchte den klaren Vorsprung zu verwalten. In der 40. Minute brandete schließlich zum zweiten Mal Jubel auf, Tyler Spurgeon sorgte mit dem 2:5 für den Schlusspunkt im zweiten Drittel.
Im Schlussabschnitt warfen die Tiroler dann alles nach vorne, das große Wunder vor Augen. Und diese Hoffnung bekam in Minute 45 dann endgültig einen richtigen Nährboden. Andrew Clark fälschte zum 3:5 ab und gab dem Spiel doch noch einmal Spannung. Aber nur für 48 Sekunden. Da holten die Wiener Dank eines glücklichen Treffers zur schnellen und passenden Antwort aus. Es war einfach wie verhext. Die Gastgeber gaben aber weiter nicht auf und kamen durch Lubomir Stach zur nächsten Großchance (48.). Damit war die Partie dann doch entschieden. Der Schlusspunkt war aber dennoch den Tirolern überlassen. Benedikt Schennach war aus spitzem Winkel zum 4:6 erfolgreich (57.). Am Ende setzte es für die Haie aber eine 4:4-Niederlage gegen den Meister.

 

 

HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals                4:6 (0:3, 2:2, 2:1)
Tore: Poulsen (31./pp), Spurgeon (40./pp), Clark (45./pp), Schennach (57.) bzw. Klubertanz (7.), Schneider (13./pp), Rotter (20./pp), Nödl (26.), Peter (27.), McKiernan (46.).

Scrollen