Haie belohnen sich selbst!

Es ist vollbracht! Die Innsbrucker Haie feierten mit dem Rücken zur Wand den ersten Playoff-Sieg und freuen sich auf ein Spiel fünf am Sonntag in Wien. Im Haifischbecken setzte sich das Team von Headcoach Rob Pallin mit 4:3 durch.
 

„Es ist ein Kampf um Zentimeter. Die ersten zehn Minuten sind der Schlüssel. Wir werden einfach nicht aufgeben.“ Haie-Headcoach Rob Pallin appellierte vor dem so wichtigen Spiel vier in der Playoffserie gegen die Vienna Capitals an den Glauben in seinem Team.
Seine Mannschaft schien die Worte ihres Trainers dann auch gehört zu haben. Denn die Innsbrucker Haie präsentierten sich mit dem ersten Bully hellwach und ungemein giftig. Spurgeon und Bishop hatten schon früh in der Partie dicke Möglichkeiten auf die Führung. Wien tat sich hingegen zunächst schwer und fand erst mit Fortdauer in die Partie. In Minute acht machte sich die Überlegenheit der Innsbrucker dann auch auf dem Scoreboard bemerkbar, Yogan stocherte die Scheibe im zweiten Versuch über die Linie. Die 1:0-Führung war verdient und der zweite Treffer sollte dann nur wenige Minuten später folgen. Benedikt Schennach arbeitete im Powerplay vor dem Tor von J.P Lamoureux und fälschte die Scheibe mustergültig ab. Die erste Zwei-Tore-Führung für die Tiroler in dieser Playoff-Serie. Und es hätte in den ersten 20 Minuten dann sogar noch besser kommen können, doch Wahl (Latte), Wehrs und Yogan ließen weitere „Sitzer“ auf das 3:0 aus. Die kalte Dusche ereilte die Haie dann 30 Sekunden vor dem Drittelende, Buck fälschte die Scheibe zum 1:2 ab. Pause.

Das Spiel war auch im Mitteldrittel enorm spannend und rassig. Die Capitals klopften früh zweimal lautstark an doch Nechvatal im Tor der Gastgeber reagierte glänzend. Im Gegenzug sollten die Haie dann die passende Antwort geben und auf 3:1 erhöhen. Fabio Schramm war im Rebound erfolgreich. In der Folge entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch mit tollen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Rotter, Pollastrone und Buck gaben mehrmals die Visitenkarte bei Patrik Nechvatal im Tor der Haie ab. Auf der Gegenseite scheiterten Sedivy, Spurgeon und Bishop nur hauchdünn. Das Spiel war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Als Rotter die Capitals in Minute (35.) auf 2:3 heranbrachte, lebte das Spiel einmal mehr richtig auf. Wien drückte doch die Haie hatten die passende Antwort parat. Benedikt Schennach schnürte sechs Sekunden vor dem Drittelende seinen Doppelpack und stellte auf 4:2. Die Tiroler Wasserkraftarena stand Kopf.

Im Schlussdrittel blieb das Spiel hochspannend, die Capitals versuchten noch einmal alles und wurden in der 46. Minute belohnt. Tessier nahm ein Geschenk der Haie dankend an und verkürzte auf 3:4. Die Gastgeber zeigten sich aber, angetrieben von einem frenetischem Publikum, nicht geschockt und hatten ihrerseits durch Benedikt Schennach, John Lammers und Andrew Yogan tolle Einschussmöglichkeiten. So liefen die Minuten von der Uhr und der Meister war endgültig geschlagen. Die Innsbrucker Haie setzten der unheimlichen Siegesserie der Vienna Capitals (15

 

Playoff-Siege in Folge) ein Ende und verlängerten die Serie auf Sonntag. Das soll aber nicht das Ende sein.

 

HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Tore: Yogan (8.), Schennach (13./pp, 40./pp), Schramm (22.) bzw. Buck (20.).

Stand in der Viertelfinalserie (best of seven): 1:3

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