Graz zu abgeklärt!

Die Innsbrucker Haie mussten dem strengen Programm der vergangenen Wochen Tribut zollen und waren im Heimspiel gegen Graz auf verlorenen Posten. 1:3 hieß es aus Sicht der Tiroler nach 60 Minuten.


Zehnter gegen Dritter - was sich auf dem Papier als deutliche Angelegenheit las, sollte sich am Eis nicht unbedingt wiederspiegeln. Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation zählten für die Innsbrucker Haie im Heimspiel gegen Graz einmal mehr nur drei Punkte.


Die erste Hiobsbotschaft ereilte die Tiroler aber bereits vor dem Spiel, Ondrej Sedivy musste verletzt passen. Graz übernahm mit dem ersten Bully schnell das Kommando, die Haie konzentrierten sich indes auf die Defensive. Trotz mehr Spielanteile taten sich auch die Gäste aus der Steiermark schwer, gute Chancen blieben auf beiden Seiten lange Zeitz aus. Für die Haie ließ Mario Lamoureux die erste gute Möglichkeit liegen, Graz wurde immer wieder über Loney und Yellow Horn gefährlich. Die Gastgeber bissen sich mit Fortdauer der Partie immer besser ins Spiel, mussten just in die beste Phase das 0:1 hinnehemen. Kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts hatten die Gastgeber dann Pech, Lamoureux und Spurgeon scheiterten hauchdünn.


Im zweiten Drittel nahm die Partie dann immer mehr Fahrt auf, Clemens Paulweber scheiterte mit seinem Versuch in Minute 21 am rechten Pfosten. Graz konterte mit einer Topchance durch Loney. Das Spiel wogte nun hin und her, beide Teams hatten gute Möglichkeiten auf einen weiteren Treffer. Lammers (Pfosten) für die Haie und Garbowsky für die 99ers (Gracnar spektakulär) klopften lautstark an einem Tor an. In der 32. Minute jubelten dann die Gäste über das 2:0, Garbowsky überwand den bislang starken Gracnar mit einem verdeckten Schuss. Dieser Nackenschlag saß, nahm den Haien den Elan. Yogan und Clark hatten den Anschlusstreffer aber noch in diesem Drittel auf der Schaufel, brachten die Scheibe aber nicht über die Linie.


Im Schlussdrittel versuchte das Team von Rob Pallin zwar alles, alleine es wollte nicht viel gelingen. Die wenigen Chancen fanden nicht den Weg ins Tor, der Zwei-Tore-Rückstand hatte auch lange im Schlussabschnitt Bestand. Fünf Minuten vor den Ende wurde es dann doch noch einmal spannend, Topscorer Andrew Clark schob die Scheibe zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie. Wenige Sekunden später war die Hoffnung dann aber auch schon wieder erloschen, Oberkofler setzte den Deckel auf die Partie. Die Haie mussten am Ende eine bittere 1:3-Heimniederlage gegen Graz einstecken – ein Rückschlag im Kampf um das direkte Playoff.


HC TWK Innsbruck – Graz 99ers 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)
Tore: Clark (55.) bzw. Kainz (14.), Garbowsky (32.), Oberkofler (58.).