Ein Kampf ohne Happy End!

Wie im vergangenen Jahr lieferten die Innsbrucker Haie im zweiten Playoff-Duell den Vienna Capitals bis in die Verlängerung einen harten Kampf. Am Ende jubelten aber erneut die Wiener.
 

„Wir müssen mit Emotion und Cleverness spielen. Es liegt an uns, unsere Fans zum jubeln zu bringen.“ Haie-Headcoach Rob Pallin setzte schnell einen Strich unter die 1:4-Niederlage zum Playoff-Auftakt in Wien. Mit einem randvollen Haifischbecken und 2800 frenetischen Zuschauern nahmen Spannung und Vorfreude dann ohnehin Überhand.
Und das Team rund um Coach Pallin präsentierte sich mit dem ersten Bully enorm aggressiv aber auch mit den nötigen Köpfchen. Ein harter Forecheck und bedingungsloser Kampf ließen bei den Vienna Capitals lange Zeit keinen richtigen Spielaufbau zustande kommen. Die Haie agierten aus einer sicheren Defensive und arbeiteten sich mit Fortdauer langsam in die Partie. Der erste Jubel war aber dennoch den Gästen vorbehalten, Buck stocherte die Scheibe glücklich über die Linie. Die Haie zeigten sich davon aber herzlich wenig beeindruckt und schlugen in Überzahl zurück. Mitch Wahl schlenzte die Scheibe in den Winkel. Nur eine Minute später war die Halle dann endgültig ein Tollhaus, denn Anderw Yogan erhöhte im selben Überzahlspiel auf 2:1. Längst hatten die Tiroler den Respekt abgelegt, die Führung nach den ersten 20 Minuten war verdient.

Die kalte Dusche ereilte die Gastgeber dann früh im Mittelabschnitt. Im ersten Powerplay konnte auch der amtierende Meister anschreiben und stellte in Person von Holzapfel auf 2:2. Das Spiel war hochspannend, mit enormer Intensität und Rasse – ein Playoffduell auf tollem Niveau. In der 26. Minute klopften die Haie dann wieder an doch Hunter Bishop verpasste die Topmöglichkeit. Auf der Gegenseite rettete Patrik Nechvatal im Tor der Innsbrucker zweimal stark. In den folgenden Minuten waren es aber die Haie die weiter auf das Tempo drückten und durch Hunter Bishop weiter beste Möglichkeiten ausließen. In der 35. Minute war es dann Ondrej Sedivy der scheiterte. Die Hausherren waren in dieser Phase das klar bessere Team, schnürten den Meister minutenlang ein. Das 2:2 nach 40 Minuten fiel für die Capitals in die Kategorie schmeichelhaft.

Im Schlussdrittel blieb die Partie auf Messersschneide, Vause hatte auf Seiten der Gäste die erste dicke Chance doch er scheiterte mit einem Alleingang an Nechvatal.
Im Gegenzug klopfte Fabio Schramm mit Nachdruck am Tor an. Beide Teams versuchten nun so wenige Fehler wie nur möglich zu machen. Die Wiener hatten in dieser Phase jedoch mehr vom Spiel, die Defensive der Tiroler stand aber zumeist sicher. Und so verrannen die Minuten und die Entscheidung ließ weiter auf sich warten. In der 57. Minute hatten die knapp 2800 Zuschauer den Torschrei gleich doppelt auf den Lippen, aber Sedivy und Guimond scheiterten hauchdünn. Raphael Rotter hatte dann nur wenige Sekunden vor dem Ende den Matchpuck auf Seiten der Gäste, doch auch er scheiterte. Und so ging es wie im vergangenen Jahr in Spiel zwei in die Overtime.


Und wie im vergangenen Jahr jubelten am Ende die Gäste aus der Hauptstadt. Nachdem beide Mannschaften in der Overtime zunächst gute Chancen liegen ließen war es in der 72. Minute Raphael Rotter der sein Team zum zweiten Sieg in der Serie führte. Damit bleiben die Innsbrucker auch im sechsten Ko-Duell gegen die Wiener sieglos.


HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 2:3 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 0:1)
Tore: Wahl (16./pp), Yogan (17./pp) bzw. Buck (12.), Holzapfel (21./pp), Rotter (72.).

Stand in der Viertelfinalserie (best of seven): 0:2

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