Dezimierte Haie mit herber Niederlage!

Die Innsbrucker Haie schlittern in Znojmo in eine herbe 3:9-Klatsche.


Der Aderlass nach der 4:5-Niederlage in Linz war groß. Michael Boivin musste nur 24 Stunden später beim Gastspiel in Znojmo pausieren, Kollege Jan Lattner biss hingegen auf die Zähne. Tyler Cuma machte die Reise erst gar nicht mit.


Von müden Beinen war bei den Tirolern zunächst aber wenig zu sehen, die Gäste starteten gut in die Partie, hatten schnell gute Chancen auf die frühe Führung. Diese gelang dann aus dem Nichts den Tschechen, Gago staubte nach einem „Gestocher“ ab. Nur zwei Minuten später war der Doppelschlag der Hausherren perfekt, Beranek zimmerte die Scheibe im Powerplay ins Netz. Die Haie zeigten sich naturgemäß geschockt, die Führung der Hausherren war zu diesem Zeitpunkt noch schmeichelhaft. In der Folge übernahmen die Adler aber immer mehr das Kommando, die Haie hatten nur noch vereinzelt gute Momente. Nach 20 Minuten ging es mit dem 0:2-Rückstand aus Gäste-Sicht in die Pause.


Im Mittelabschnitt öffneten beide Mannschaften dann ihr Visier, es entwickelte sich eine wilde und chaotische Partie mit Chancen im Minutentakt. Znojmo hatte zunächst alles im Griff und erhöhte folgerichtig durch Matus auf 3:0. Wieder sprang die Scheibe in dieser Phase für die Hausherren. Der 1:3-Anschlusstreffer der Tiroler fiel dann in die Kategorie glücklich, John Lammers verkürzte von hinter dem Tor. Nun gab es auf beiden Seiten Breakaways und Alleingänge, Haie-Goalie C.J. Motte parierte sogar einen Penaltyversuch. Die besten Möglichkeiten für die Tiroler verpassten Caleb Herbert (3x) und Daniel Wachter aus Kontersituationen. Als Sova in der 32. Minute auf 4:1 stellte war guter Rat teuer. Die passende Antwort gab der aufgerückte Sacha Guimond, der als Verteidiger ein weiteres Breakaway mustergültig abschloss. In der Folge bot sich dem Team von Headcoach Rob Pallin immer wieder die Chance auf den 3:4-Anschlusstreffer, doch Joel Broda und erneut Caleb Herbert brachten die Scheibe nicht über die Linie. Mit der verdienten 4:2-Führung für die Tschechen ging es dann in die zweite Pause.


Auch im Schlussdrittel blieb es zunächst beim Schlagabtausch. Znojmo legte vor (42.), die Haie antworteten nur wenig später durch Joel Broda (45.). Als Matus zehn Minuten vor dem Ende den Treffer zum 6.3 markierte, war das Spiel endgültig gelaufen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt merkte man den Tirolern den Kräfteverschleiß und den dünnen Kader an, trotz großem Kampfgeist konnten die Innsbrucker nicht mehr zulegen. Im Gegenteil, die Hausherren nutzten die eisläuferischen Vorteile und ließen nicht locker. Gago erhöhte auf 7:3 und bescherte Haie-Backup Rene Huber den zweiten Saisoneinsatz. Dieser sollte aber denkbar ungünstig verlaufen, mit der ersten Aktion stand es dann schon 8:3. Am Ende schlitterten die Tiroler in eine ganz bittere 3:9-Niederlage.

 

Orli Znojmo – HC TWK Innsbruck 9:3 (2:0, 2:2, 5:1)
Tore: Gago (6., 52., 53.), Beranek (9./pp), Matus (26., 51.), Sova (32.), Mrazek (42.), Luciani (57.) bzw. Lammers (28.), Guimond (33.), Broda (45.).