Am Ende fehlte einfach die Kraft!

Nach drei Siegen in Folge endet der Erfolgslauf gegen den Tabellenführer aus Salzburg. Trotz gutem Start mussten sich die Tiroler am Ende klar mit 2:8 geschlagen geben.

Kräfte mobilisieren und mit Selbstvertrauen den souveränen Tabellenführer ärgern – die Mission gegen die Bullen aus Salzburg war so simple wie offensichtlich. Dabei hatten die Tiroler auch noch eine stolze Serie zu verteidigen, denn seit knapp eineinhalb Jahren konnten die Mozartstädter nicht mehr gegen die Haie gewissen. Für Spannung im Haifischbecken war also gesorgt.

Die Gastgeber erwischten dann einen passablen Start, machten den Gästen das Leben schwer. Zwar hatten die Bullen zunächst deutlich mehr Spielanteile, nennenswerte Chancen erspielten sich die Salzburger aber erst zur Mitte des Startdrittels. In dieser Phase öffneten dann beide Mannschaften auch ihr Visier, nach einer herrlichen Kombination streifte ein Schuss von Jesper Thörnberg die Latte (12.). Auf der Gegenseite musste CJ Motte zwei-, dreimal in höchster Not retten, das Spiel war nun endgültig auf Betriebstemperatur. Nachdem die Innsbrucker durch Herbert und Zajc weitere gute Chancen liegen ließen, jubelten die Bullen nach einer schmeichelhaften Strafe über das 1:0 im Powerplay. Ein Pass von Hughes wurde von einem Tiroler Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht. Die Hausherren zeigten sich aber nicht beeindruckt und konterten nur wenige Augenblicke später mit einem Doppelschlag. Sedivy (abgefälscht, 16.) und John Lammers (17./pp) drehten die Partie innerhalb von gut 90 Sekunden. Das Momentum wechselte und die Pausenführung der Haie war durchaus verdient.

Der Start in den Mittelabschnitt war dann denkbar ungünstig, Thomas Raffl stellte aus der Drehung auf 2:2 (23.). Nur eine Minute später klopften aber auch die Haie mit einer Doppelchance an, doch Broda und Sedivy scheiterten knapp. Das Spiel blieb auch in der Folge spannend, vor allem aber völlig offen. Caleb Herbert hatte in der 29. Minute dann die erneute Führung auf dem Schläger doch sein Abschluss war zu ungenau. Beide Mannschaften hatten auch in der Folge gute Chancen, in Minute 38 nahm das Spiel dann erneut eine Wendung, Thomas Raffl schnürte mit einem Penalty den Doppelpack – 2:3. Und es sollte noch schlimmer kommen für die Tiroler, nach einem schweren Abwehrfehler sagten die Bullen erneut Danke. Drei Sekunden vor dem Drittelende jubelten die Haie dann über den vermeintlichen Anschlusstreffer doch die Referees erkannten den Treffer nicht an – es passte ins Bild in diesem Mitteldrittel.
Eine schon bekannte Aufholjagd war nun vonnöten. Die Hausherren nahmen ihr Herz in die Hand und drückten früh auf das 3:4. Joel Broda (Außenstange, 42.) und Ondrej Sedivy scheiterten erneut hauchdünn. In der 45. Minute schien das Spiel dann aber entschieden, Thomas Raffl erhöhte mit seinem dritten Treffer auf 5:2 für die Salzburger. Schiechl ließ in der folgenden Aktion das 6:2 folgen, die Messe in der TIWAG-Arena war gelesen. Ein Aufbäumen war bei den Gastgebern dann nicht mehr möglich, die kräfteraubenden Spiele aus der jüngsten Vergangenheit forderten nun ihren Tribut. Am Ende mussten sich tapfere Haie deutlich geschlagen geben - 2:8 hieß es nach 60 Minuten.


HC TWK Innsbruck – Red Bull Salzburg 2:8 (2:1, 0:3, 0:4)
Tore: Sedivy (16.), Lammers (17./pp) bzw. Hughes (16./pp), Raffl (23., 38./Penalty, 45./pp), Kolarik (39.), Schiechl (46.), Heinrich (55.), Huber (58.).