4:5! Haie belohnen Kampfgeist mit Punkt!

Die Innsbrucker Haie zeigten in Fehervar große Moral und drehten einen Rückstand zweimal um. Mit einem Punkt sowie einer 4:5-Niederlage mussten die Tiroler dennoch als Verlierer die Heimreise antreten.


„Wir werden nun sehen welcher Charakter in diesem Team steckt. Wir müssen uns nun selbst aus diesem Tief ziehen.“ Haie-Headcoach Rob Pallin hatte nach der bitteren 2:8-Niederlage in Wien genug gesehen. Er forderte endlich eine Reaktion seiner Mannschaft, ein Aufbäumen im Spiel gegen Fehervar.


Der US-Amerikaner versuchte auch seinerseits neue Impulse zu setzen, wirbelte die Linien kräftig durcheinander. Und Tyler Spurgeon und Co. zeigten in diesem ersten Drittel zumindest einen gesteigerten Einsatz. Mit Kampf versuchten die Tiroler die hartnäckige und offensichtliche Verunsicherung abzulegen, der fast schon obligatorische Treffer zum 0:1 ließ sich aber auch dieses Mal nicht verhindern. In der Folge blieben die Hausherren aus Ungarn das bessere Team, die Haie kämpften, doch mehr als Ansätze in der Offensive war den Innsbruckern nicht vergönnt. Und so kam es kurz vor dem Drittelende ganz bitter. Während Ondrej Sedivy die Scheibe nicht im leeren Tor unterbringen konnte, stellten die Ungarn im Gegenzug auf 2:0. John Lammers ließ eine weitere gute Möglichkeit bei einem Breakaway liegen.


Im zweiten Drittel nahmen die Tiroler ihr Herz dann in die Hand. Über den Kampf verschafften sich die Innsbrucker mehr Spielanteile und wurden in der 26. Minute dafür belohnt. Der aufgerückte Verteidiger Lubomir Stach verkürzte auf 1:2. Und die Gäste blieben nun am Drücker, stellten die Ungarn nun vermehrt vor Probleme. Das 1:3 kam dann unerwartet aber nicht minder bitter. Es war ein bisschen zum verzweifeln. Und dennoch, die Innsbrucker kämpften, zeigten weiter große Moral. Es war sicher das beste Drittel an diesem Wochenende. Der Lohn folgte dann auch auf dem Fuß, Kapitän Tyler Spurgeon schob im Powerplay zum 2:3 ein. Und es sollte noch besser kommen. Abermals im Powerplay setzte Andrew Yogan mit seinem ersten Saisontor die Scheibe ins Netz – 3:3!
Spätestens jetzt waren die Haie klar besser, diktierten auch im Schlussdrittel das Geschehen, scheiterten aber mit einigen guten Chancen. So sah alles nach einer Verlängerung aus, ehe eine vermeidbare Strafe die Tiroler beinahe um die Früchte der Arbeit brachte. Zwei Minuten vor Schluss führten die Gastgeber erneut (59.). Doch die Haie setzten noch einmal alles auf eine Karte und schafften wenige Augenblicke vor dem Ende abermals den Ausgleich. Das 4:4 durch Andrew Yogan bedeutete am Ende einen hochverdienten Punkt.


Mehr wurde es aber nicht, denn Fehervar setzte nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff den Deckel auf dieses Spiel und stellte auf 5:4.

 

Fehervar AV19 – HC TWK Innsbruck 5:4 n.V. (2:0, 1:3, 1:1, 1:0).
Tore: Koger (9.), Sofron (19., 59./pp), Szabo (32.), Kuralt (61.) bzw. Stach (26.), Spurgeon (35./pp), Yogan (39., 60.).

Scrollen