4:3 - Haie gewinnen im Shootout!

Die Innsbrucker Haie starten mit einem Sieg aus der Länderspielpause und drehen mit viel Moral das Heimspiel gegen Linz.
 

„Es ist ähnlich wie der Start in eine neue Saison. Mental bereiten wir uns nun aber auf sechs Partien vor. Unser ganzer Fokus gilt dem Heimrecht.“ Haie-Headcoach Rob Pallin verzichtete auf große Motivationsreden. Die Zwischenrunde sollte für seine Mannschaft schließlich Antrieb genug sein.
Den Start in das Spiel absolvierten beide Mannschaften mit Verzögerung, zu Beginn regierte vielmehr der Zufall. Große Chancen blieben Mangelware. Die knapp zehn Tage Pause war beiden Teams sichtlich anzumerken. Den ersten großen Fehler nützten dann die Gäste aus Linz eiskalt aus. Bei einer 2 auf 1-Stituation blieb Locke am langen Pfosten ruhig und schob zum 1:0 ein. Der Treffer sollte dann auch ein Weckruf sein - aber für die Haie. Morten Poulsen, Andrew Clark, Jeremie Blain, Hunter Bishop und noch einmal Poulsen ließen in den folgenden Minuten Topchancen aus. Längst wäre der Ausgleich im ersten Drittel verdient gewesen. Doch die Effizienz blieb weiter auf Seiten der Oberösterreicher. Schofield fälschte die Scheibe im Powerplay unhaltbar ab und stellte nach 18 Minuten auf 2:0. Die Führung in dieser Höhe fiel für die Black Wings dann doch in die Kategorie schmeichelhaft.

Neuen Mut schöpfte die Mannschaft von Rob Pallin dann aber früh im zweiten Abschnitt als John Lammer in der 22. Minute nach einer herrlichen Aktion auf 1:2 stellte. Nur wenige Sekunden später klopften die Oberösterreicher lautstark an, Spannring scheiterte aber zweimal am überragenden Haie-Schlussmann Rene Swette. Spätestens jetzt war richtig Pfeffer in der Partie. Und die Tiroler blieben weiter am Drücker. Andrew Yogan fand nach einem schnellen Vorstoß keinen Abnehmer (27), Blain scheiterte mit der Rückhand nur eine Minute später an Ouzas. Die Linzer blieben auf der Gegenseite im Konter gefährlich und durften zwei Minuten vor dem Drittelende dann abermals jubeln. Locke schloss einen Gegenstoß durch die Beine von Rene Swette ab – 1:3.

Im Schlussabschnitt zogen sich die Gäste zurück und legten den Fokus auf die Defensive. Die Haie taten sich nun schwer, konnten zunächst kaum nennenswerte Möglichkeiten kreieren. Andrew Clark hatte in der 46. Minute dann den Anschlusstreffer auf der Schaufel doch er verzog hauchdünn. Nur eine Minute später jubelten die Tiroler dann im Powerplay doch noch, John Lammers setzte die Scheibe per Onetimer zum 2:3 in die Maschen. Das Spiel war endgültig wieder heiß. Vier Minuten später jubelten die Tiroler dann über den fälligen Ausgleich. Nach einer schönen Kombination war Morten Poulsen abermals im Powerplay zur Stelle und besorgte den vielumjubelten 3:3-Ausgleich. Nun entluden sich auf dem Eis die Emotionen, Jeremie Blain und Andreas Kristler sowie Benedikt Schennach und Stefan Gaffal lieferten sich ein kleines Handgemenge. Die Partie war nun hochspannend und wogte hin und her.

Nach 60 Minuten blieb es dann auch bei der Punkteteilung, auch nach der Overtime blieb der Sieger aus. Im Penaltyschießen war es dann Andrew Yogan der mit seinem Versuch den Extrapunkt für die Tiroler sicherstellte.


HC TWK Innsbruck – Black Wings Linz 4:3 n.P. (0:2, 1:1, 2:0, 0:0, 1:=)
Tore: Lammers (21., 47./pp), Poulsen (51./pp), Yogan (entsch. Penalty). bzw. Lebler (11.), Schofield (19./pp), Locke (38.).

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