2:4 - Ohne Punkte in Linz!

Die Innsbrucker Haie müssen sich in Linz unglücklich geschlagen geben. Trotz guter Leistung und vielen Chancen setzt es eine 2:4-Niederlage.

 

„Wir müssen endlich einmal einen guten Start in das Spiel finden und vielleicht auch in Führung gehen.“ Stürmer Morten Poulsen gab sich und seinen Kollegen einen besonderen Wunsch mit auf den Weg nach Oberösterreich. Nachdem die Haie trotz Sieges auch im Heimspiel gegen Linz lange einem Rückstand nachlaufen mussten, sollte im Rückspiel die Konzentration bereits mit dem ersten Bully in den Knochen der Tiroler stecken.
Und diese (Steil)Vorgabe sollten die Tiroler in den ersten 20 Minuten auch beherzigen. Nach wenigen Sekunden hatte John Lammers bei einem Alleingang die Führung auf der Schaufel, doch er verzog hauchdünn. Es war ein frühes Ausrufezeichen, das auch die Hausherren ins Spiel bringen sollte. Denn die Black Wings suchten ebenfalls ihr Heil in der Offensive und holten nun zu einer ersten Drangperiode aus. Die Innsbrucker überstanden diese Phase aber mit viel Leidenschaft und einem starken Patrik Nechvatal im Tor schadlos. Nur wenige Augenblicke später jubelten die Gäste dann sogar über die 1:0-Führung. Andrew Clark versenkte in Unterzahl einen Rebound. Die Freude währte aber nur 16 Sekunden, Kristler sorgte per strittigem Treffer für den 1:1-Ausgleich. Spätestens jetzt war die Partie eröffnet, beide Mannschaften holten zu einem offenen Schlagabtausch aus und boten den vielen Zuschauern in Linz ein kleines Spektakel. Linz, angetrieben von viel individueller Klasse, scheiterte in den ersten 20 Minuten aber am eigenen Unvermögen und an einem starken Nechvatal im Tor der Haie. Auf der Gegenseite machten es die Tiroler besser und zeigten sich weiter effektiv. Morten Poulsen sorgte in der 12. Minute für die abermalige Führung. Diese sollte dann auch zur ersten Pause Bestand haben.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Spielgeschehen, beide Teams zeigten ein rassiges Spiel. Der Ausgleich für Linz fiel dann einmal mehr in Überzahl. Piche hämmerte die Scheibe in den Winkel. Wenige Minuten später gaben die Haie beinahe die perfekte Antwort doch Andrew Yogan scheiterte mit einem Breakaway an Ouzas. John Lammers (Latte) und Andrew Clark (verzieht hauchdünn) ließen weitere Topchancen aus. Die erneute Führung wäre verdient gewesen. In dieser Tonart ging es dann auch weiter, die Haie hatten in Unterzahl weiter tolle Möglichkeiten, wieder war es Lammers der das 3:2 auf der Schaufel hatte. 15 Sekunden vor Drittelende ließ Hunter Bishop eine weitere Topmöglichkeit aus. Auf der Gegenseite blieben aber auch die Black Wings gefährlich, doch Patrik Nechvatal zeigte sich hochkonzentriert.

Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten dann zunächst abermals die Tiroler. Ondrej Sedivy hatte mit einer guten Gelegenheit aber erneut kein Glück. Nach weiteren guten Möglichkeiten durch Bishop und Yogan haderten die Haie endgültig mit ihrer fehlenden Kaltschnäuzigkeit. Das bessere Team waren nun die

Gäste. Leider sollte sich aber wieder einmal ein altbekanntes Sprichwort bewahrheiten: „Wer die Tore nicht schießt...“. Wie aus dem Nichts jubelten die Hausherren über die schmeichelhafte 3:2-Führung durch Locke (48.). In der Folge versuchten Tyler Spurgeon und Co. dem Spiel noch eine Wende zu geben und warfen alles nach vorne. Doch am Ende sollte es nicht mehr reichen. Fabio Hofer sorgte abermals im Powerplay für den Schlusspunkt ins leere Tor zum 4:2 für die Black Wings.


Black Wings Linz – HC TWK Innsbruck            4:2 (1:2, 1:0, 2:0)
Tore: Kristler (9./pp), Piche (26./pp), Locke (48.), Hofer (59./pp/en) bzw. Clark (8./sh), Poulsen (13.).

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