1:4! Haie zu undiszipliniert!

Die Innsbrucker Haie verpatzten den Playoff-Auftakt bei den Vienna Capitals und mussten sich nach einer wahren Strafenflut im ersten Drittel mit 1:4 geschlagen geben.
 

„Wir werden besser vorbereitet sein als im vergangenen Jahr. Wir sind richtig heiß.“ Haie-Headcoach Rob Pallin richtete noch vor der ersten Playoff-Partie eine Kampfansage Richtung Wien. Stark im Zweikampf, hart am Mann und eine hohe Intensität - die Innsbrucker Haie hatten sich für das erste Spiel gegen den amtierenden Meister viel vorgenommen.
Im Verlauf des ersten Abschnitts schien es dann aber so, als ob die Tiroler vielleicht zu ambitioniert ans Werk gingen. Ganze sieben (!) Strafen zogen die Gäste in den ersten 20 Minuten – (zu) leichtes Spiel für die Vienna Capitals. Pollastrone in der dritten Minute und Jamie Fraser in der 13. nutzten die Überzahlsituationen für die Gastgeber folgerichtig. Die Haie präsentierten sich in diesem ersten Serienduell zu übermotiviert und undiszipliniert. Andreas Nödl sorgte in der 17. Minute gar für das 3:0 und bereits für die Vorentscheidung nach dem ersten Drittel. Die Haie zeigten in diesem ersten Abschnitt zwar ein beherztes Unterzahlspiel und hatten in Person von Andrew Yogan die große Chance auf das zwischenzeitliche 1:2 doch er verpasste das leere Tor. Das 0:3 nach Abschnitt eins war dann schmeichelhaft auf Seiten der Innsbrucker.

Im zweiten Drittel schaltete das Team von Coach Rob Pallin dann doch einen Gang höher, die Haie zeigten sich verbessert und zogen weniger Strafen. Im eigenen Überzahl hatten die Innsbrucker dann auch noch Pech, Clark und Bishop setzten die Scheibe an die Stange bzw. Latte. In diesem Mitteldrittel war das Spiel weit ausgeglichener, Patrick Nechvatal (ersetzte Rene Swette) im Tor der Gäste hatte lange Zeit alles im Griff. Und dennoch, an diesem Abend schien alles gegen die Haie zu laufen, Andreas Nödl schnürte den Doppelpack und erhöhte auf 4:0. Spätestens jetzt war die Partie entschieden.

Im Schlussdrittel zeigten Spurgeon und Co. weiter Moral und wurden dann nach 45 Minuten für den Einsatz endlich belohnt. Der aufgerückte Verteidiger Sacha Guimond setzte die Scheibe zum 1:4 in die Maschen. Es sollte dann auch der Schlusspunkt in einer doch enttäuschenden ersten Playoff-Partie für die Innsbrucker Haie sein, mit 1:4 verpatzten die Tiroler Spiel eins im Viertelfinale. Bereits am Sonntag gilt es für den Underdog dann zurück zu schlagen.

 

Vienna Capitals – HC TWK Innsbruck 4:1 (3:0, 1:0, 0:1)
Tore: Pollastrone (3./pp), Fraser (13./pp), Nödl (17., 39.) bzw. Guimond (45.)

Stand Viertelfinale (best of seven)
1:0 Vienna Capitals

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