„Wir sind noch stärker“ – Viel Zuversicht bei den Innsbrucker Haien

Zweimal Playoff, zwei Jahre Erfolg – die Innsbrucker Haie haben sich in der Erste Bank Eishockeyliga unter Coach Rob Pallin längst wieder als attraktive Adresse etabliert. Der Höhenflug soll auch in der kommenden Saison mit einigen neuen Gesichtern prolongiert werden. Saisonziel bleibt das Playoff, geträumt wird von mehr.


Knapp 36 Grad in Innsbruck und brütende Hitze. Nicht unbedingt Anzeichen für eine bevorstehende Eishockeysaison, aber die offizielle Auftakt-Pressekonferenz gab an diesem Montag-Nachmittag den Kick-off bei den Innsbrucker Haien für die kommende Spielzeit. Neben Rob Pallin und Kapitän Tyler Spurgeon fanden sich die neuen Importspieler rund um Michael Boivin (CAN) sowie die heimischen Neuzugänge (Sam Antonitsch & Daniel Wachter) in den Räumlichkeiten des Autohauses Renault Dosenberger ein.

 

„Wir wollen noch einmal einen Schritt dazumachen“


Spiel sechs im Viertelfinale gegen den amtierenden Meister aus Wien, über 3.000 Zuschauer in der TIWAG Arena und knisternde Spannung auf und abseits des Eises – noch immer kommt Haie-Headcoach Rob Pallin beim kurzen Blick zurück ins Schwärmen. Doch das lachende beäugt dabei auch ein weinendes Auge. „Es war ein spannendes Duell und wir sind nur hauchdünn an Spiel sieben vorbei geschrammt. Es war viel Pech dabei, meine Jungs hätten sich hier mehr verdient. Dennoch war auch diese, meine zweite, Saison ein Erfolg. Innsbruck ist in der Liga längst wieder eine Top-Adresse“, weiß der US-Amerikaner, der auch umgehend den Beweis für seine These antritt. „Als ich nach Innsbruck kam habe ich bei diversen Spielern sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. Nach zwei Spielzeiten inklusive Playoff hat sich die Sachlage gedreht, jetzt wollen viele Importspieler unbedingt nach Tirol“, lächelt Pallin der mit Jeff Battah (CAN) einen neuen Co-Trainer an seiner Seite hat. Erfolg macht eben sexy.


Und dass der Höhenflug auch in der kommenden Saison weiter in der TIWAG-Arena Einzug hält, davon ist der 51-Jährige überzeugt. Punktuelle Transfers und eine gesunde Mischung aus Talent und Kampfkraft sollen die Haie noch einmal stärker machen. „Ich glaube wir haben im Rahmen unserer Mittel einen tollen Job gemacht, viele Leistungsträger gehalten und punktuell nachgebessert. Ich denke wir werden wieder ein sehr konkurrenzfähiges Team haben und es wird Vieles möglich sein. Unsere Mannschaft ist, für mich, noch eine Spur stärker als im vergangenen Jahr.“

Mit Nick Ross (CAN/Verteidigung) und Mario Lamoureux (USA/Stürmer) kehren zwei hochkarätige Namen zurück an den Inn. Auch Publikumsliebling Austin Smith stand bereits als (Neu)Zugang fest, muss nach einer schweren Gehirnerschütterung aber eine langfristige Karrierepause einlegen. Für ihn wechselt dafür mit Alex Lavoie (CAN) eine ganz spannende Aktie nach Tirol. Der Kanadier gilt als genialer Spielmacher und Vorbereiter. Die Hoffnungen ruhen aber auch auf dem neuen Torhüter Matt Climie. Dem 35-jährigen Kanadier eilt ein toller Ruf voraus, seine Vita liest sich mit Stationen in der NHL, AHL und DEL beeindruckend. „Ich denke, dass wir einen tollen Mix aus Talent und neuem Kampfgeist haben werden. Mit Levko Koper und Mario Lamoureux haben wir Spieler die unter die Haut gehen und vor allem bei Auswärtsspielen den Unterschied machen können. Genau diese Jungs wird es hier brauchen. Zudem haben wir mit Alex Lavoie, der herausragende Fähigkeiten besitzt, Lammers, Yogan, Clark, Spurgeon etc. viele Spieler mit großen Talenten und Möglichkeiten. Sehr bedeutend sind auch die Wechsel von Sam Antonitsch und Daniel Wachter. Sie beide haben sehr viel Potential, sind jung und können im Laufe des Jahres den Unterschied machen. Wir brauchen insbesondere auch die heimischen Cracks. “


Die Vertragsverlängerungen von Kapitän Tyler Spurgeon, John Lammers, Andrew Clark und Andrew Yogan attestieren den Verantwortlichen ein sehr gutes Zeugnis. Die langjährigen Mannschaftsstützen sollen auch im kommenden Jahr den Erfolg in der TIWAG Arena garantieren. Das große erste Saisonziel ist einmal mehr das Playoff, Kapitän Tyler Spurgeon will aber mehr. „Es müssen im Laufe einer Saison sehr viele Variablen zusammenpassen. Aber unser Team liest sich sehr gut auf dem Papier und wir alle wissen was zu tun ist. Ich glaube wir haben sehr viel Potential, ich denke wir können ganz weit kommen. Das ist unser Ziel.“

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