„Die Haie sind eine attraktive Adresse“

 

Jeff, vorab möchten wir dich schon jetzt bei den Innsbrucker Haien willkommen heißen. Du kennst die Liga schon aus deiner Zeit in Graz, welchen Eindruck hast du von deinem neuen Team?

"Innsbruck ist in jedem Fall eine attraktive Adresse in der Erste Bank Eishockeyliga. Ich war schon im vergangenen Jahr im Rahmen der Spiele gegen Graz beeindruckt von der Geschwindigkeit und der Intensität. Als Gegner hatte man kaum Zeit um einmal zu verschnaufen. Rob (Pallin) hat hier in seinen zwei Jahren tolle Arbeit geleistet. Ein Einzug ins Halbfinale wäre verdient gewesen. Ich freue mich nun Teil dieser Organisation zu sein."

Wie bewertest du die Transfers bzw. Vertragsverlängerungen im Team?

Es ist toll, dass ein Großteil der Mannschaftsstützen gehalten werden konnte. Yogan, Clark, Spurgeon sind Topspieler in Österreich. Mit den Zugängen von Smith oder Lamoureux haben wir dann noch zusätzliche Qualität in unseren Reihen. Das Lineup liest sich schon jetzt beeindruckend. Es hat sich in Tirol eine Siegerkultur entwickelt. Die wollen wir nun weitertragen.

Wie hat sich dein Wechsel zu den Haien entwickelt?

Mein Agent hat mich kontaktiert und gesagt, dass Innsbruck einen neuen Co-Trainer sucht. Ich komme aus Vancouver und die Berge geben mir immer ein Gefühl von Heimat. Innsbruck und Tirol sind wunderschön und die Lebensqualität ist enorm. Sportlich ist es für mich eine große und tolle Herausforderung. Ich glaube wir können viel erreichen.

Was glaubst du ist möglich? Was sind die Ziele, auch für dich persönlich in der kommenden Saison?

Ich will einen Titel gewinnen. Ich weiß, dieses Ziel wird jeder angeben, aber ich glaube mit dem Team und dem nötigen Glück ist alles möglich. Aber so etwas kann man nicht unbedingt planen, das muss dann eben auch passieren. Die anderen Teams machen ebenfalls die Hausaufgaben, der Playoff-Kampf wird sicher richtig eng. Aber ich glaube an dieses Team.

Deine persönliche Trainerkarriere begann ja sehr früh, du hast nicht unbedingt den klassischen Werdegang verfolgt…

Nein, absolut nicht. Nach den A-Junioren in Kanada hat mich Dave Brown, General Manager aus der OHL (Ontario Hockeyleague), gefragt ob ich nicht direkt in das Coaching wechseln will, er würde eine Art Mentor für mich sein. Und das habe ich dann gemacht und ich habe es nicht bereut. Er hat mir unglaublich viel gezeigt und gelehrt. Ich verdanke ihm sehr, sehr viel.

Wenn man sich umhört, dann hört man, dass du sehr gerne im Jugendbereich und mit Kindern arbeitest. Wird das auch bei den Haien eine deiner Aufgaben sein?

Ich liebe es mit Kindern zu arbeiten und zu sehen, wie sie alle besser werden. Hockey ist ein Prozess und ein Kreis der sich immer wieder schließt. Es geht um Entwicklung und in Form von Erfolg bekommt man dann etwas zurück. Ich habe selbst zwei Kinder (2 Jahre, 6 Jahre) und auch hier versuche ich ihnen überall zu helfen wo ich kann. Die Kids haben Träume und ich da will ich an ihrer Seite stehen. Ich betreue in Übersee meine eigene Hockeyschule und es macht mir jeden Tag sehr viel Spaß.

Vielen Dank für das Gespräch.

Scrollen