„Der Verein hat einen sehr großen Stellenwert für mich“

Max Steinacher ist seit Kindesbeinen an mit den Innsbrucker Haien tief verbunden. Seit gut eineinhalb Jahren dient er als wichtige helfende Hand für Obmann Günther Hanschitz, den Vorstand und das Coaching-Team der Innsbrucker Haie. Wir haben Max Steinacher im Interview.

 

Du bist seit vielen Jahren mit den Haien auf und abseits des Eises verbunden. Seit geraumer Zeit nun auch hinter den Kulissen mit großen Einsatz mit dabei, wie hat sich das alles ergeben?


Ich habe nach meiner aktiven Karriere sofort versucht, mir ein starkes Netzwerk aufzubauen. Es war mir klar, dass ich weiterhin dem Eishockeysport treu bleiben will und werde. Ein ehemaliger Mitspieler, mittlerweile guter Freund, hat mich dann unter seine Fittiche genommen und mir wie ein Mentor (er war zu der Zeit Sportmanager bei einem KHL Verein) sehr viel beigebracht. Von da an wusste ich: so einen Job will ich auch einmal machen.

Hinter den Kulissen war ich eigentlich noch bis in die letzte Saison als Spieler aktiv tätig, seit heuer ist das alles ein bisschen offizieller geworden. Das ist natürlich auch mit Druck verbunden. Aber ich bin dem Vorstand der Innsbrucker Haie sehr dankbar, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben.


Welchen Stellenwert haben für dich die Haie, ist ja dein Verein?


Einen sehr großen. Ich bin ja mit dem Verein aufgewachsen, habe auch im Nachwuchs in allen Mannschaften gespielt. So etwas prägt; einmal Hai, immer Hai!


Welche Aufgaben umfassen dein tägliches Tun?


Ich arbeite sehr eng mit dem Vorstand, dem Trainerteam und natürlich auch mit den Spielern zusammen. Die Aufgaben während der Meisterschaft sind natürlich ganz anders gelagert, wie nach oder vor der Saison. Dazu zählen immer wieder Gespräche mit den Trainern und Spielern, das gemeinsame analysieren von Spielen und reporten an den Vorstand. Ich denke, wir haben innerhalb des Vereins eine sehr gute Kommunikationsebene aufgebaut.
Wir verfolgen seit der Übernahme durch Mitch O’Keefe eine andere Philosophie. Vier Linien, Integration und Ausbildung junger Spieler. Das ist bisher in Innsbruck noch nie so gewesen. Mit Mitch und Flo arbeiten zu können macht extrem viel Spaß. Wir haben alle Drei die gleiche Philosophie.
Im Sommer arbeite ich mit unserem Headcoach, Mitch O’Keefe, an der Zusammenstellung des Kaders. Dabei heißt es viel Video schauen, viele Telefonate. Mittlerweile haben wir auch ein sehr breit aufgestelltes Netzwerk, klären Möglichkeiten ab, führen Gespräche.
Die finale Entscheidung bei Neuverpflichtungen trägt dann der Vorstand rund um Obmann Günther Hanschitz.

Welche Ziele verfolgst du für dich persönlich, welche für den Verein?


Ich habe das Ziel, dass die Haie wieder so eine starke Mannschaft werden wie einst vor vielen Jahren. Und ich hoffe, dass wir irgendwann wieder Spiele in der großen, dann ausverkauften Olympiahalle austragen werden.

Kann man den Aufwand irgendwie einordnen? Wie viele Stunden bist du für die Haie in der Woche tätig?

Sehr viele Stunden. Ich habe einen Fulltimejob beim größten österreichischen Versicherungsmakler. Die Haie sind für mich nebenberuflich. Wenn andere, nach der Arbeit Fußball oder Eishockeyspielen gehen, ist es meine Leidenschaft für die Haie zu arbeiten. Eines ist klar, da wird es, vor allem im Sommer, aufgrund des Zeitunterschieds, oft sehr spät.

Was denkst du ist in dieser Saison, mit dieser Mannschaft möglich?


Wir haben mit ca. 25 Jahren Altersdurchschnitt eine der jüngsten Mannschaften in der Liga und Vereinsgeschichte. Über die Hälfte aller Spieler sind neu, viele davon zum ersten Mal in Europa. Ich denke, dass wir das Talent, den Charakter und das Herz in der Mannschaft haben um es heuer in die Playoffs zu schaffen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass wir budgetmäßig wohl am unteren Ende der Liga angesiedelt sind. Aber da gibt es ja einen guten Spruch in dem es heißt: Geld alleine gewinnt keine Meisterschaften.

Was wäre dein größter Traum/Ziel das du mit den Haien erreichen willst?

Meister zu werden, anschließend dann in der Championshockeyleague anzutreten. Das wäre eine große Sache für die vielen Fans und die Sportstadt Innsbruck.