„Das Leiden hat ein Ende“

Juni 2022 – während rund um die TIWAG Arena die erste Hitzewelle anrollt, herrscht innerhalb der Katakomben und oberhalb der Eisfläche Vollbetrieb. Schon seit einigen Wochen befinden sich die heimischen Cracks im „Trockentraining“ zur neuen Saison, die neue Spielzeit rückt schließlich mit großen Schritten näher. Immer mit dabei oder gar mittendrinnen ist Co-Trainer Florian Pedevilla. „Nino“ gibt im kurzen Sommer-Interview einen Über- aber auch Einblick in die Vorbereitungen, die Planungen für die neue Saison und seinen ganz persönlichen Trainingszustand.

 

Flo, Innsbruck freut sich auf die erste Hitzewelle, für dich und dein Team heißt es aber schon seit vielen Wochen schwitzen. Kannst du uns einen kurzen Einblick in die Vorbereitung geben?


Vorab, auch ich freue mich auf den Sommer und ich habe in den vergangenen Wochen viel Zeit mit der Familie verbracht, während der Saison kommt das ja oft leider ein bisschen zu kurz. Ansonsten sind wir alle schon richtig fleißig. Während die Cracks mit Fitnesscoach Florian Stern an den Grundlagen für die neue Saison arbeiten, stehe ich im ständigen Austausch mit Mitch (Anm. Headcoach Mitch O’Keefe). Ob Kaderplanung, Scouting, eventuelle Transfers oder auch schon die Ausrichtung für die neue Spielzeit – es gibt doch einiges zu tun.

Wie ist es bei all dieser Arbeit um deinen persönlichen Fintesszustand bestellt? Schließlich warst du in deiner aktiven Zeit für Kraft, Muskeln und höchstes Fitnesslevel bekannt…


Naja (lacht). Ehrlich gesagt bin ich schon noch recht fit, das „Leiden“ hat aber natürlich abgenommen. Ich bin viel mit dem Mountainbike unterwegs und trainiere generell nur mehr zum Spaß. Der Bauch ist sicher nicht mehr ganz so flach, muss er aber auch nicht – ich bin ja mittlerweile Mitte 30.


Das Trockentraining hast du bereits angesprochen, wie sieht es mit dem Eistraining in diesen Tagen aus?

 

Wir sind natürlich auch am Eis, wollen schon jetzt die Grundlagen einspielen. Dafür sind wir, gemeinsam mit dem Nachwuchs der U18, in Telfs. Wir wollen das Gefühl für das Eis nicht verlieren und trainieren schon jetzt gezielt.


Apropos gezielt: Ist die vergangene Saison schon bei den Akten? Welche Lehren ziehst du im Hinblick auf die neue?

 

Wir haben das vergangene Jahr unmittelbar im Anschluss analysiert. Persönlich muss ich gestehen, war die letzte Saison noch einmal fordernder als die davor. Es gab sehr viele Variablen, unvorhersehbare Entwicklungen und spontane Änderungen, sodass wir kaum normal planen oder trainieren konnten. Natürlich galt das auch für die übrigen Teams, aber subjektiv betrachtet war es hart.

Insofern haben wir schnell den Blick auf die kommende Saison gelegt und mit der Kaderplanung begonnen. Ich hoffe, dass Mitch und ich endlich mal eine normale Saison vor uns haben. Defensiv müssen wir uns einmal mehr verbessern, eventuell das System ein bisschen adaptieren. Ansonsten wollen wir weiter schnell überbrücken, intensiv arbeiten und hartnäckig „forechecken“. Ziel ist sicher auch die Entwicklung der eigenen Spieler.

 

Wann geht es dann richtig los für das gesamte Team?


Eigentlich wie immer Anfang August. Ich freue mich schon jetzt auf diese ersten Wochen.

Vielen Dank für das Gespräch.