„Das Beste liegt noch vor uns!“

Platz neun nach 27 Runden, einige Punkte Rückstand auf den direkten Playoff-Platz und ein turbulenter Saisonbeginn – die zweite Länderspielpause führt die Innsbrucker Haie unweigerlich in die Selbstreflexion. Was war gut? Was war weniger positiv? Wo kann die Reise der Haie in dieser Saison noch hingehen? Kapitän Tyler Spurgeon zieht in der Länderspielpause ein (Zwischen)Fazit.
 

Tyler, mit drei Niederlagen in Folge geht ihr in diese Länderspielpause. Ihr habt turbulente Wochen hinter euch und eine wahre Achterbahnfahrt. Wie würdest du den Status quo bewerten?


"Offensichtlich sind wir nicht da wo wir sein wollen. Das ist kein großes Geheimnis. Um erfolgreich zu sein braucht es jedes Puzzleteil und das an jedem Spieltag. Leider ist uns das aber nicht immer gelungen. Das ist für mich auch schwer zu akzeptieren weil wir Qualität im Team haben und das auch schon mit Siegen gegen Bozen, Wien und Linz gezeigt haben. Jetzt müssen wir einen mentalen Reset machen und gestärkt aus der Pause rausgehen."


Wo siehst du dann Nachholbedarf, wo läuft es in dieser Saison noch nicht ganz so rund?


Es fehlt schlichtweg die Konstanz. Wir können an einem guten Tag jedes Team schlagen, wenn wir aber nicht „ready“ sind gegen jede Mannschaft verlieren. Wir müssen es schaffen, dass wir an jedem Abend unsere beste Leistung abrufen können und das geht nur über mentale Stärke. Unser Ziel muss es sein, dass wir jeden Teamkollegen mit an Bord bringen und dann richtig durchstarten. Der Fokus muss einfach bei allen einhundert Prozent richtig sein.


Fühlst du in dieser Saison mehr Druck als in den vergangenen Saisonen? Die Erwartungshaltung der Fans ist deutlich gestiegen…


Und das ist auch gut so. Wir selbst machen uns den größten Druck. In den vergangenen zwei Jahren ist der Verein stark gewachsen, es hat sich etwas entwickelt. Und an dieser Erfolgsstory wollen wir weiterschreiben. Wir sitzen jetzt auch nicht in der Kabine und sind locker und fröhlich. Im Gegenteil, wir sind alle sauer und unzufrieden mit dem Ist-Stand. Aber es liegt an uns das wieder ins Positive zu drehen.


Wie kann man das Blatt in den verbleibenden 17 Spielen noch herumreißen? Welche Maßnahmen werden ergriffen?

Jeder Spieler muss einfach mehr Stärke auf das Eis bringen. Es fehlen offensichtlich immer wieder ein paar Prozent. Das darf dann einfach nicht sein. Wir sind eine Mannschaft und nur gemeinsam sind wir stark und erfolgreich.

Was ist in dieser Saison noch möglich für die Haie?

Alles! Warum auch nicht? Ich bin überzeugt, dass das Beste noch vor uns liegt. Wir haben die Qualität um eine positive Serie zu starten und dann, zur wichtigsten Zeit des Jahres, richtig on fire zu sein. Es geht um den Glauben an sich selbst und die eigenen Stärken. Wir können jedes Team schlagen, das haben wir schon oft gezeigt.