"Wir haben weitere Umstrukturierungen vorgenommen"

Haie-Legende Patrick Mössmer zieht nach dem ersten Jahr als Nachwuchsleiter ein positives Fazit. Der mittlerweile 35-Jährige blickt dabei auf eine intensive Zeit zurück.
 

Wie ist es dir in deiner ersten Saison als Nachwuchsleiter gegangen? Wo waren die Herausforderungen?


Der Start war etwas schwierig und mit sehr viel Arbeit verbunden. Ich hatte ja auch beruflich einen Neuanfang, das alles unter einem Hut zu bekommen war schwierig.
In diesem Jahr sind jedoch die Aufgaben nun etwas klarer verteilt, es gibt mehr Struktur. Wir sind aber in einem Prozess und der wird noch weiter andauern. Es gibt noch viele Dinge die wir verbessern müssen.



Ist dir der Umstieg aus der aktiven Karriere in den neuen (Nachwuch)Posten schwer gefallen?

Nein, das nicht. Durch die tolle Trainerausbildung konnte ich gleich mein Wissen an die Kids weitergeben. Das ganze abseits des Eises, die Strukturen oder die Rahmenbedingungen waren bzw. sind die größten Herausforderungen.

 

Welches Resümee würdest du zum letzten Jahr ziehen? Was war gut, wo gibt es Verbesserungspotential?

Zunächst einmal ist ein Jahr viel zu kurzfristig. Im Nachwuchsbereich muss man über mindestens sechs Jahre denken, dann kann man ein fundiertes Resümee ziehen. Der Fokus liegt und lag aber bei den ganz Kleinen. Sie müssen die bestmögliche Ausbildung genießen, hier legen wir schließlich das Fundament.

 

Wie zufrieden bist du mit dem Nachwuchs und der Situation bei den Haien?

In Anbetracht der Möglichkeiten bin ich zufrieden. Auch heuer wurde wieder ein bisschen umstrukturiert. Im vergangenen Jahren haben wir viele ehemalige aktive Spieler animiert bei uns Trainer zu werden. Das hilft den Kids natürlich, denn sie profitieren sehr von den Erfahrungen.

 

Welche Änderungen gibt es im Hinblick auf die kommende Saison? Wo müssen die Hebel angesetzt werden?


Zum ersten Mal werden wir versuchen ein gemeinsames Spielsystem zu entwickeln! Von der U14 bis zur U20 werden die Haie ein eigenes und einheitliches Spielgesicht haben. Das wird am Anfang sicher eine große Herausforderung für die Trainer und die Kinder. Basti Eisank ist mir dabei eine große Hilfe. Sein Know How ist besonders wichtig.
Aber die ersten Schritte sind immer hart…


Welche neuen Trainer werden zum Team stoßen?


Wir haben die U14 mit Martin Volk und Thomas Müller (beide ehemalige Bundesligaspieler) neu besetzt. Als Tormanntrainer kommt Matthias Haller – ebenfalls ehemaliger Bundesligatormann. Er wird gemeinsam mit dem Co-Trainer der Kampfmannschaft die Kinder trainieren. Für die EBYSL haben wir Manfred Chizzali für uns gewonnen – das freut mich besonders. Er wird mit Basti Eisank – der sicher eine große Trainerzukunft hat – die Jungs auf Vordermann bringen.



Was sind deine persönlichen Ziele und die für den Nachwuchs?


Ich möchte noch mehr Kids zum Verein bringen und für eine gute körperliche Entwicklung sorgen. Der soziale Aspekt liegt mir bei den Jungs sehr am Herzen und soll im Fokus stehen. Mein Wunsch wäre es in den nächsten vier Jahren jeweils ein bis zwei Stammspieler für die Bundesliga zu formen. Leider ist es nicht realistisch eine größere Anzahl zu nennen – die Ausländerflut in der EBEL lässt dies nicht zu.

 

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