"Die Saison ist noch nicht zu Ende"

Der erhoffte Weihnachtssegen blieb bei den Innsbrucker Haien dieser Tage aus. Nach der jüngsten sportlichen Talfahrt bezieht Vorstandsmitglied Norbert Ried stellvertretend vor dem Spiel gegen Salzburg nun Stellung.

 

Fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Spielen, dazu eine 1:8-Niederlage gegen Fehervar – wie schwer drückt die derzeitige sportliche Schieflage auf das Gemüt?


"Wir hätten uns das Weihnachtsfest natürlich anders vorgestellt. Die sportliche Situation ist alles andere als zufriedenstellend, wir liegen deutlich hinter den gesteckten Zielen. Platz zehn ist sicher nicht unser Soll und entspricht nicht unseren Erwartungen."


Hat man die Situation bereits analysiert? Wo ortet man die Probleme?


Zunächst muss man sagen, dass wir uns alle hinterfragen müssen. Bereits am Anfang der Saison gab es immer wieder Herausforderungen, es lief eigentlich kaum richtig rund. Dazu kamen immer wieder neue Personalentscheidungen, das liefert natürlich auch nicht die nötige Ruhe. Dennoch haben wir gemeinsam immer wieder versucht die ein oder andere Schraube nachzuziehen um erfolgreich zu sein. Wie es scheint hat es aber (noch) nicht gefruchtet. Die Saison ist aber noch längst nicht vorbei, wir werden mit neuen Impulsen versuchen die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.


Wie werden diese Impulse /Maßnahmen konkret ausschauen?


Wir haben uns am Christtag mit dem Trainerteam und allen Beteiligten bereits auf ein ausführliches Meeting getroffen und die Situation offen auf den Tisch gelegt. Es war ein gutes Gespräch und wir waren schnell alle auf einer Linie. Wir können nur gemeinsam wieder aus dieser Krise kommen, spielen tut aber natürlich immer die Mannschaft. Wir versuchen die Rahmenbedingungen bestmöglich zu setzen, die Tore erzielen aber die Spieler. Wir alle sind gefordert und müssen nun Taten sprechen lassen.


Konkret: Es wird derzeit keine neuen Spielertransfers geben. Das ist im Hinblick auf unser Budget nicht umsetzbar. Auch der Trainer steht nicht zur Diskussion, er genießt weiter unser vollstes Vertrauen. Wir sind auch der Meinung, dass das Team sehr viel Qualität hat und jedes Team in der Liga schlagen kann. Das haben die Jungs in dieser Saison auch bereits unter Beweis gestellt.


Mit dem vorhandenen Material gilt es nun wieder einen Weg zu finden um zurück zum Erfolg zu kommen. Eine Konzentration der Transferkartenspieler in zwei Linien hat keine positive Entwicklung mit sich gezogen, das wird sicher wieder geändert. Der Weg führt in den kommenden Wochen sicher über ein starkes Kollektiv und Teamgeist. Wir müssen als Team arbeiten. Und da müssen wir nun auch die Spieler in die Pflicht nehmen.