"Das ganze Team hat toll gearbeitet"

Kurz vor Weihnachten war das emotionale Gerüst bei den Innsbrucker Haien schwer angeschlagen, eine 1:8-Niederlagte in Fehervar sorgte für kollektives Kopfschütteln. Auf Zuruf von Coach Rob Pallin schlug Mitch O’Keefe am 23. Dezember in Innsbruck auf, stattete der Tiroler Landeshauptstadt einen spontanen Kurzbesuch ab und verstärkte in diesen zwei Wochen das Trainerduo rund um Rob Pallin und Alex Stein. Der 34-Jährige Kanadier brachte als Goalie-Coach wichtige und neue Impulse ins Spiel der Haie.


Mitch, du bist seit gut zwei Wochen in Innsbruck. Wie kam es zu diesem Kurzbesuch?


Ich kenne Rob schon seit vielen Jahren, wir haben auch bereits schon für einige Zeit zusammengearbeitet (Anm. in Las Vegas). Rob hat mich um Rat gebeten und ich konnte diesen Wunsch nicht abschlagen. Manchmal braucht es einfach frischen Wind bzw. eine neutrale Sicht auf die Dinge. Ich habe mir dann schnell ein Bild gemacht und gesehen, dass das Team deutlich stärker ist, als die Tabellensituation wiederspiegelte. Seit Weihnachten zeigt die Kurve wieder nach oben. Das ganze Coachingteam und die Mannschaft haben gut gearbeitet.


Was genau hast du in den vergangenen zwei Wochen gemacht?

Ich habe sehr viel mit den Torhütern Rene Swette und Luka Gracnar gearbeitet. Beide verstehen ihr Handwerk, sind gute Goalies. Vor allem auf dieser Position entscheidet aber auch das Selbstvertrauen über eine gute Performance. Das war naturgemäß vor Weihnachten nicht gerade groß, da mussten wir viel daran arbeiten. Es sind aber alle mitgezogen und wir haben als Team gearbeitet. Mittlerweile sieht man die Steigerung. Luka ist von unter 90 Prozent auf 93,6 Prozent Fangquote in den vergangenen vier Spielen gestiegen. Ein Torhüter ist mitunter die wichtigste Position auf dem Eis. Ich muss an dieser Stelle aber den Jungs Respekt zollen, sie geben 100 Prozent Einsatz.

 

Generell ist das Feuer auf dem Eis zu spüren. Auch die Abwehr und der Angriff funktioniert als Einheit. Wie kann man diesen Umschwung in so kurzer Zeit erklären?


Wie gesagt, die Mannschaft hat Qualität, mehr als bis dato unter dem Strich rausgekommen ist. Ich habe nur versucht ein bisschen Hilfe beim Neustart zu geben, spielen tun am Ende die Spieler. Ich hoffe es geht auch in den kommenden Wochen so weiter. Ich werde Innsbruck heute Freitag verlassen, wünsche dem Team alles Gute gegen Bozen.

 

Kurz noch zu dir, du bist erst 34 Jahre jung, könntest noch selbst spielen. Warum hast du deine Karriere vor zwei Jahren beendet?


Es war an der Zeit für etwas Neues. Ich wollte immer in Richtung Trainerausbildung gehen, habe seither bei den Los Angeles Kings (NHL) viel Erfahrung sammeln können in diesem Bereich. Ich bin sehr akribisch und versuche immer wieder etwas Neues zu erlernen.